Lange Schlangen vor den Wahllokalen

Wahlleiterin erklärt: Wie lange in Dresden gewählt werden durfte

Stadtwahlleiterin Sandra Engelbrecht.

Stadtwahlleiterin Sandra Engelbrecht.

Dresden. „Alle, die vor 18 Uhr da waren, durften auch wählen“, erklärte Stadtwahlleiterin Sandra Engelbrecht am Sonntagabend. In einigen Wahllokalen, so im Hechtviertel in der Johann-Meyer-Straße und auf der Rothenburger Straße in der Äußeren Neustadt, standen nach 18 Uhr noch zahlreiche Wähler vor der Tür.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Eine Stunde nach offiziellem Ende des Wahlsonntages standen in der Johann-Meyer-Straße noch immer Personen vor dem Wahllokal.

Eine Stunde nach offiziellem Ende des Wahlsonntages standen in der Johann-Meyer-Straße noch immer Personen vor dem Wahllokal.

Ein Phänomen, das schon kurz nach Öffnung der Wahllokale zu beobachten war: Lange Schlangen und lange Wartezeiten. „Wir vermuten, dass die Wahlscheine die Ursache waren und die Tatsache, dass zum ersten Mal die Stadtbezirksbeiräte direkt gewählt wurden“, erklärte die Stadtwahlleiterin. Der Wahlschein zur Europa-Wahl habe 40 Parteien umfasst, auch die Wahlscheine für die Stadtbezirksbeiratswahl sei in einigen Wahlkreisen sehr lang gewesen. „Wer sich nicht vorab im Internet informiert hatte, brauchte seine Zeit, um die Dokumente zu lesen“, schätzte Engelbrecht ein.

Die Wahlvorstände hätten zusätzliche Wahlkabinen aufgebaut, wenn im Keller noch Reserven gelagert hätten. Wahlhelfer in der Johann-Meyer-Straße reichten Wasser an die in der prallen Sonne Wartenden aus.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Nachmittag zeichnete sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Gegen 14 Uhr hatten 44,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Die Stadtwahlleiterin konstatierte einen neuen Briefwahlrekord für Europa- und Kommunalwahl. hatten 2014 noch 59 500 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt, so waren es in diesem Jahr 90 500. Nur bei der Bundestagswahl 2017 waren es mit 103 400 mehr Briefwähler.

13 000 Dresdner haben ihre Stimme per Sofortbriefwahl im Briefwahlbüro in der Theaterstraße abgegeben. Auch hier hatten sich in der vergangenen Woche lange Schlangen gebildet. Zahlreiche Wahlbriefe seien erst am Wochenende im Rathaus eingegangen, so dass die Mitarbeiter viel Arbeit beim Verteilen hatten, erklärte die Stadtwahlleiterin.

In allen Wahllokalen habe es ausreichend Wahlunterlagen gegeben. „Wir hatten in den Ortsämtern genügend Unterlagen gelagert und konnten die Wahllokale beliefern, in denen es etwas knapp geworden ist“, so Engelbrecht.

4400 Wahlhelfer hätten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl gesorgt. Es habe 42 Absagen gegeben, darunter zwei Wahlvorstände und zwei stellvertretende Wahlvorstände. Meist hätten die Wahlhelfer krankheitsbedingt abgesagt. „In diesen Fällen sind dann die Reservehelfer von uns aktiviert worden.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen