Bildung

Vorjohann denkt über neuen Standort für Unischule nach

Dresden. In der Debatte um die geplante Gründung einer Universitätsschule in Dresden denkt Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) auch über einen Standortwechsel nach. Der Stadtratsbeschluss zur Gründung der Universitätsschule habe mit dem Gebäude der 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“ einen Standort vorgegeben.

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Da die Kapazität dort nicht ausreichend sei für die dauerhafte Beherbergung mehrerer Schulen, sei durch das sächsische Kultusministerium im Genehmigungsbescheid zur Universitätsschule die Auflage erteilt worden, noch vor Schulgründung eine verbindliche Lösung herbeizuführen und durch den Stadtrat bestätigen zu lassen. „Nach einer derartigen Lösung wird gerade gemeinsam gesucht und diese schließt auch einen alternativen Standort nicht aus“, erklärte Vorjohann.

Die Universitätsschule soll an der Pfotenhauerstraße in Johannstadt angesiedelt werden und neue Methoden des Unterrichts erforschen. Aus der vorhandenen Oberschule wurden inzwischen Verdrängungsängste laut, es gibt ungelöste Fragen um die Verteilung der Räumlichkeiten.

Kein klares Bekenntnis

Nach den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Anmeldezahlen für das Uni-Projekt gibt es inzwischen weder von der Stadt noch von der TU Dresden oder dem Land ein klares Bekenntnis zum bislang vorgesehenen Starttermin am 13. August. Es bestehen Zweifel, ob die Universität mit der geringen Zahl an Schülern ihr Konzept umsetzen kann, das unter anderem jahrgangsübergreifenden Unterricht vorsieht.

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Vorjohann erklärte, umfänglichen Aussagen seien derzeit nicht möglich, da die Absprachen zwischen den Beteiligten noch stattfinden würden. Auch die TU und das Landesamt für Schule und Bildung beschränkten ihre Auskünfte auf den Hinweise auf laufende Gespräche.

Arbeit an Lösungsmöglichkeiten

Wo ein alternativer Standort sein könnte, ist laut Vorjohann „noch offen“. Das Schulgebäude auf dem Berthelsdorfer Weg komme dafür nicht in Frage. Dort sollte das Gymnasium LEO neugegründet werden, es erhielt aber überhaupt keine Anmeldungen.

Vorjohann erklärte jedoch, der Standort sei nach wie vor für die Einrichtung des Gymnasiums LEO vorgesehen und zusätzlich, zeitgleich mit der 44. Grundschule bis Februar 2020 als Bauauslagerungsstandort belegt. Damit würde dort die gleiche Konfliktsituation entstehen, wie auf der Pfotenhauerstraße.

Auf die Frage, wie die Konflikte in der Johannstadt gelöst werden könnten, gebe es bislang „leider noch keine Antwort“. Alle Beteiligten arbeiteten in gemeinsamen Gesprächen an Lösungsmöglichkeiten.

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Von Ingolf Pleil

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