Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Worauf man bei einem Rollkomposter achten muss

Eine von vielen Varianten, wie man pflanzliche Abfälle aus Garten und Küche kompostieren kann: in einem Rollkomposter.

Eine von vielen Varianten, wie man pflanzliche Abfälle aus Garten und Küche kompostieren kann: in einem Rollkomposter.

Dresden. Es gibt immer wieder findige Ideen für Komposter. Der Rollkomposter gehört dazu. Dabei handelt es sich um einen Wurmkompost mit Handmischfunktion. Eine Schichtung wie im normalen Wurmkompost entsteht nicht. Die Fässer werden immer wieder gerollt, um den Inhalt zu durchmischen. Ist der Kompost fertig, kann er ausgeleert werden.

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Aufgrund der laufenden Durchmischung rottet der Inhalt des Rollkomposters schneller als bei anderen Kompostern. Es lassen sich so ein bis zwei Wochen Rottezeit einsparen – eine gute Möglichkeit für Ungeduldige. Durch die Abtrennung zum Boden muss aber immer eine ausreichende Menge bestehender Kompost mit Würmern eingefüllt werden, bevor kompostiert werden kann.

Eine von vielen Varianten, wie man pflanzliche Abfälle aus Garten und Küche kompostieren kann: in einem Rollkomposter.

Eine von vielen Varianten, wie man pflanzliche Abfälle aus Garten und Küche kompostieren kann: in einem Rollkomposter.

Auch muss der Rollkomposter im Schatten stehen. Zum einen würde er in der Sonne überhitzen und die Lebewesen darin absterben. Zum anderen trocknet er leichter aus als ein Kompost mit Erdkontakt.

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Die Materialwahl ist schwierig. Plastik wird durch die Sonnenstrahlung morsch und zerbröselt (ähnlich wie WPC) nach 8 bis 15 Jahren, selbst wenn der Komposter im Schatten steht. Metall ist eigentlich langlebiger, da es unempfindlich gegen Sonnenstrahlung ist. Aber nur wenn es von innen beschichtet ist. Denn meist sind die Metallversionen aus Stahl (Eisen), was für viele Bodenlebewesen eine wundervolle Nahrungsergänzung ist. Metall im Kompost rottet unglaublich viel schneller als im Boden.

Kreativ sein bei Hochbeeteinfassung

Eine aus meiner Sicht schöne Idee für die Weiterverwendung der alten Thujahecke fand ich in einem Hausgarten: Ein Hochbeet. Die Stümpfe der Hecke wurden als seitliche Stütze und Begrenzung belassen, die Stämme als Einfassungsmaterial verwendet.

Clevere Nachnutzung: Hier wurden die abgesägten Stämme einer ehemaligen Thuja-Hecke als Umgrenzung für ein Hochbeet verwendet.

Clevere Nachnutzung: Hier wurden die abgesägten Stämme einer ehemaligen Thuja-Hecke als Umgrenzung für ein Hochbeet verwendet.

Mäuse im Hochbeet bekämpfen

Oft heißt es, dass man zum Schutz vor Wühlmäusen unten ins Hochbeet Wühlmausschutzdraht legen soll. Das hilft sicher gegen die Mäuse von unten. Aber es kommen auch welche von den Seiten. Also sollten diese – wenn aufgrund des verwendeten Materials nötig – auch mit dem Draht versehen werden. Sonst ist schnell ein Loch in der seitlichen Begrenzung.

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Wenn das Hochbeet nur bis zu 30cm hoch ist, kann die Wühlmaus hochspringen. Ist das Hochbeet höher, ist es den Tieren zu viel Aufwand. Es sei denn, sie finden eine Kletterhilfe in der Nähe. Andere Mäuse wie Hausmäuse oder Brandmäuse halten sich aber nicht an diese Regel und besiedeln gern Hochbeete. Achten Sie auf Mäuselöcher und bejagen Sie die Mäuse mit Fallen. Denn diese können Verunreinigungen und Krankheiten an das Wurzelgemüse bringen.

Junge Bäumchen formen

Junge Bäumchen, deren Holz noch vergleichsweise weich und biegsam ist, kann man in Form bringen. Dazu braucht man ein Drahtgerüst, an dem die neu wachsenden Triebe festgebunden werden. Das muss man aber wirklich alle zwei bis drei Tage tun. Dann lassen sich auch Herzbäumchen wie im Bild ziehen. Aber achten Sie darauf, dass die Zweige nicht zu sehr an einander reiben, denn dann kann es später dort zu Verletzungen und Pilzkrankheiten kommen. Besser ist es, die Berührungsstellen im Sommer durch Veredlung zusammenzufügen und gut zu verbinden, damit sie zusammenwachsen.

Die noch weichen Triebe kleiner Bäumchen lassen sich in bestimmte Formen erziehen.

Die noch weichen Triebe kleiner Bäumchen lassen sich in bestimmte Formen erziehen.

Erdbeeren ernten und Blüten entfernen

Ich hätte nie gedacht, dass ich dies jemals im November schreibe: Ernten Sie ihre Erdbeeren, bevor die Nachtfröste zu stark werden. Der Klimawandel und damit die Verlängerung der Kulturzeit ermöglichen vieles. Viele Pflanzen haben jetzt nicht nur Nachblüten, manche setzen sogar noch Früchte an. Sie sollten die Früchte und Blüten konsequent entfernen, denn diese werden die Pflanzen schwächen und den Ertrag im kommenden Jahr reduzieren. Wer jedoch jetzt nur noch selten im Garten ist, kann eine Überraschung erleben. Deswegen lieber öfter in den Garten gehen und vor allem die Erdbeeren prüfen.

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Erdbeeren und auch Himbeeren bilden aufgrund der warmen Witterung jetzt im November noch Früchte.

Erdbeeren und auch Himbeeren bilden aufgrund der warmen Witterung jetzt im November noch Früchte.

Kapuzinerkresse einwintern

Kapuzinerkresse kann – wie viele Pflanzen auch – den Winter an einem kühlen, aber frostfreien und hellen Ort verbringen. Meist wird dies nicht gemacht, weil man die Pflanzen im nächsten Jahr einfach aus Samen nachziehen kann. Und natürlich auch, weil passende Überwinterungsstellen rar sind und für andere Pflanzen gebraucht werden. Wer aber gern im Winter noch Kresse ernten möchte (sowohl die Blätter als auch die Blüten und Knospen sind essbar), kann die Pflanze mit in die Wohnung nehmen, an einen kühlen Ort stellen und nach und nach aufbrauchen.

Blüten von schwächelnden Ziersträuchern entfernen

Wenn Sträucher eher schwach im Wuchs sind, dann sollte man die späten Blüten, die aufgrund der warmen Witterung jetzt im November noch erscheinen, alle entfernen, damit nicht vor dem Winter zu viele Reserven verbraucht werden.

Sind die Sträucher jedoch stark und kräftig, kann man sie blühen lassen und sich daran erfreuen. Rosen zum Beispiel. Viele haben jetzt noch mal üppig Blüten getrieben. Diese bringen Farbe in den herbstlichen Garten.

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Manche Rosen treiben noch mal kräftig Blüten und bringen Farbe in den spätherbstlichen Garten.

Manche Rosen treiben noch mal kräftig Blüten und bringen Farbe in den spätherbstlichen Garten.

Palmlilie mag kalkhaltigen Boden

Die Yucca-Palmlilie wächst im Garten meist eher mäßig. In einem Grundstück entdeckte ich jetzt eine erstaunlich große Yucca. Da es keine besondere neue Sorte war, konnte es nur am Boden liegen. Wie sich herausstellte, befand sich an der Stelle, wo jetzt die Palmlilie wächst, die Grube zum Einsumpfen des Kalkes. Die Spuren des Kalkes sind zwar deutlich weniger als vor 50 Jahren, aber der pH-Wert ist immer noch dicht am Neutralpunkt. Die Yucca hat nicht nur sehr große Blätter. Laut Gartenbesitzer wächst der Blütenstand auch entsprechend riesig heran.

Lärchennadeln kompostieren

Die abfallenden Nadeln der Lärchen können leicht mit kompostiert werden. Denn sie sind weicher und verrotten schneller als die mehrjährigen Nadeln anderer Nadelbäume. Sie eignen sich auch gut zum Düngen von Rhododendron und Heidelbeeren, da sie schön schnell verrotten und den Boden trotzdem leicht versauern.

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Sedum für Trockensträuße ernten

Wenn man die Große Fetthenne (Sedum telephium) für Trockensträuße verwenden möchte, schneidet man die Blütentriebe am besten, wenn sie noch nicht voll aufgeblüht sind. Danach ist es aber weiterhin noch möglich, da die Blüten nur langsam ihre Farbe verlieren. Es sollten bei der Ernte die Blätter entfernt werden, da es sonst lange noch weiterblüht und manchmal sogar noch durch deren Kraftreserven abblüht.

Fette Henne (Sedum).

Fette Henne (Sedum).

Wie alle Trockenblumen muss die Trocknung an einem trockenen, eher kühlen, sonnenfreien Ort erfolgen, denn die Sonne würde die Blütenfarbe stark ausbleichen und Hitze würde ebenso einen Farbverlust mit sich bringen. Die entfernten, grünen Blätter kann man für Salat verwenden, denn die Große Fetthenne ist eine alte Gemüsepflanze.

Von Volker Croy

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