Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Wie man bessere Bedingungen für Clematis schafft

Clematis.

Clematis.

Dresden. Wenn Clematis im Garten nicht richtig wächst, geschweige denn blüht, kann das am Boden liegen. Der deutsche Name der Clematis ist Waldrebe. Das sagt viel aus.

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Eine Clematis bevorzugt Waldboden und Waldstandorte. Bei sandigen Böden und windexponierten Lagen mit kontinentalem Klima ist sie entsprechend unglücklich. Deswegen muss viel Laubkompost in den Boden oder gute Humuserde.

Bei Neupflanzungen hebt man am besten ein großes Pflanzloch – 80 bis 100 Zentimeter breit und tief – aus und füllt es mit guter Erde. Damit ist die Pflanze einige Jahre gut versorgt. Achten Sie auf eine ausreichende Gabe von Gesteinsmehl oder langsam wirkendem Dolomitkalk. Denn Clematis bevorzugt einen leicht sauren Boden (pH 5,5-6), zu sauren Sandboden mag sie dagegen nicht.

Volker Croy ist Gartenbauingenieur, Kleingartenfachberater beim Stadtverband der Gartenfreunde Dresden und berät auch die Gemeinschaftsgärtner in Dresden.

Volker Croy ist Gartenbauingenieur, Kleingartenfachberater beim Stadtverband der Gartenfreunde Dresden und berät auch die Gemeinschaftsgärtner in Dresden.

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Eine bereits im Garten vorhandene Clematis sollte reichliche Kompostgaben bekommen – am besten Laubkompost – und regelmäßig gegossen werden. Damit der Kompost schnell in die Erde gelangt, gräbt man im Wurzelbereich Löcher bis in eine Tiefe von 60 cm. In diese füllt man dann den Kompost. Die Löcher sollten aber maximal 30 Prozent des Wurzelraumes ausmachen, damit die Pflanze durch das Graben der Löcher nicht zu viele Wurzeln auf einmal verliert.

Ist der Standort der Clematis sehr windig, hilft es, in die Hauptwindrichtung ein windbrechendes Gehölz wie Flieder oder Holunder zu pflanzen.

Vielfalt von Funkien entdecken

Klein- und großblättrige Funkien (Hosta) sind robuste Schattenstauden, die auch unter Laubkronen wachsen, wenn sie genug Wasser bekommen. Die meisten kennen die Hostas mit handgroßen Blättern in verschiedenen Grüntönen mit weißen oder gelben Streifen. Die Sorte Hosta ’Sum an Substance’ ist eine Besonderheit, da das Laub doppelt so groß ist, wie bei gewöhnlichen Funkien und damit ein echter Hingucker.

Das Gegenteil davon sind Kleinblättrige Funkien (Hosta minor), die vor allem als niedrige Bodendecker so manch ein kleines Beet zieren können. Es gibt viele weitere Züchtungen für den Garten, die sich erst langsam etablieren. Ein Beispiel sind rotstielige Funkien wie die Sorten ’Almost’ oder ’Beet Salad’.

Aus Löwenzahnblüten Honig herstellen

Wer mit Kindern etwas Leckeres ausprobieren möchte, der kann Löwenzahnblüten (ohne Stiel) sammeln und mit Zitrone und Zucker zu einem Sirup verkochen. Das ergibt einen leckeren Brotaufstrich.

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Man gibt drei bis vier Hände voll Blüten in einen Liter Wasser, so dass die Blüten nur leicht bedeckt sind. Das Ganze kocht man kurz auf. Dann schneidet man eine Bio-Zitrone in Scheiben, gibt sie in den Sud und lässt diesen über Nacht ziehen. Nach 24 Stunden gießt man das Löwenzahnblütenwasser durch ein Tuch, um es zu filtern. Nun versetzt man die Flüssigkeit mit einem Kilogramm Zucker und kocht sie (am besten im Wasserbad) vorsichtig zu Sirup ein. Verschiedene Rezeptvarianten sind dazu auch im Internet zu finden.

Nebeneffekt der Herstellung von Löwenzahnblütenhonig ist, dass die Kinder durch das Blütensammeln die späteren Pusteblumen stark reduzieren.

Löwenzahnblüte.

Löwenzahnblüte.

Sonnenbrand bei Kübelpflanzen vermeiden

Zierpflanzen und Nutzpflanzen, die im Zimmer überwintert wurden, können auf den Blättern Sonnenbrand entwickeln, wenn sie plötzlich direkt der prallen Sonne ausgesetzt sind. Entweder man stellt sie, wenn man sie auf Balkon bzw. Terrasse bringt, erst einmal an einen schattigen Ort und gewöhnt sie langsam an die Sonne. Oder man muss teilweise verbrannte Blätter akzeptieren, bis sich die Pflanze an die neuen Bedingungen gewöhnt und neue Blätter gebildet hat.

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Zäune beranken

Stabmattenzäune und Maschendrahtzäune kann man besser in den Garten integrieren, wenn man sie bewachsen lässt. Vor allem mehrjährige Kletterer wie Wein, Kiwi, Zierkiwi, Clematis oder auch Ramblerrosen eignen sich gut und können den Zaun geradezu unsichtbar werden lassen. Natürlich muss der Gartennachbar einverstanden sein, wenn man den Zaun an der Grundstücksgrenze bewachsen lassen will. Außerdem muss der Zaun stabil genug sein. So sind Fruchtsträucher besser an einer stabilen Stabmatte als am Maschendrahtzaun aufgehoben.

Vogel- und Insektentränken aufstellen

Kleine Tiere haben im Garten bessere Lebensbedingungen, wenn sie dort zuverlässig Wasser finden – gerade wenn es warm und trocken ist. Denken Sie aber daran, Tränken für Vögel und Insekten an verschiedenen Orten aufzustellen. Insektentränken sind an einem geschützten Ort am besten aufgehoben. Vogeltränken stellt man dagegen an einen exponierten Standort, von dem aus die Vögel einen guten Überblick über die Umgebung haben und so nicht von einer Katze überrascht werden können.

Erde von Maulwurfhügeln nutzen

Wer Maulwürfe oder auch Wühlmäuse im Garten hat, ärgert sich wahrscheinlich über die Erdhügel, die die Tiere aufwerfen. Man kann daraus aber eine Tugend machen. Denn die Hügel bestehen aus gut abgelagerter Gartenerde, die sich hervorragend für Stecklings- und Jungpflanzenbeete eignet. Seien Sie aber beim Entfernen der Hügel – vor allem der Maulwurfshügel – vorsichtig, denn manchmal sitzt der Maulwurf noch drin.

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Beete nicht zu breit und Wege nicht zu schmal anlegen

Ausreichend breite Wege zwischen Gemüsebeeten erleichtern die Gartenarbeit. Denn man braucht ja Platz, um das Wasser mit der Gießkanne hinzutragen. Außerdem minimiert man die Gefahr, dass man die Erde an den Beeträndern verdichtet, weil man immer wieder drauftritt.

Gut bewährt haben sich Wegbreiten und 40 cm. Die Beete sollten zwischen 70 und 90 cm breit sein. Das erscheint schmal, ist aber ideal für die Gartenarbeit. Denn so kann man in der Hocke – vom Beetrand aus – bis zur Beetmitte greifen. Sind die Beete breiter, muss man sich mit einer Hand im Beet abstützen oder gar hineintreten.

Hochbeete können 90 bis 120 cm breit sein. Denn da steht man bei der Gartenarbeit und kann leichter zur Beetmitte kommen, ohne auf den Rand zu treten.

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Von Volker Croy

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