Ratgeber Garten

Gartentipps von Volker Croy: Was man gegen Thripse und Brombeergallmilbe tun kann

Schadbild bei Brombeeren. Einzelne Beeren der Früchte bleiben rot. Bei anderen Früchten bleiben einzelne Beeren weiß bis graubraun und das Gewebe ist vertrocknet.

Schadbild bei Brombeeren. Einzelne Beeren der Früchte bleiben rot. Bei anderen Früchten bleiben einzelne Beeren weiß bis graubraun und das Gewebe ist vertrocknet.

Dresden. Es gibt verschiedene Schädlinge an Brombeeren, die zu verkrüppelten Früchten (Bild) oder solchen mit einzelnen roten Teilfrüchten führen. Verursacher von Verkrüppelungen sind Thripse (Fransenflügler oder auch Blasenfüße genannt). Die Insekten stechen Knospen an und trinken Saft. Der Speichel dieser Insekten ist sehr mutagen und kann somit zu solchen Verwachsungen führen. Das ist völlig harmlos und es ist nicht gefährlich, diese Früchte zu verzehren.

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Wenn sehr viele solcher verkrüppelten Früchte im Strauch hängen, sollte im Frühjahr zur Blüte mit Blautafeln (blaue Klebetafeln ähnlich Gelbtafeln) gegen die Thripse vorgegangen werden. Zudem ist es immer ratsam, Nützlinge im Garten zu fördern, die dann Schädlinge im Zaum halten.

Die Brombeergallmilbe ist hingegen ein großes Problem. Die winzige Milbe sticht die Teilfrüchte an. Diese bleiben rot und die gesamte Frucht wird nicht mehr süß. Das einzige, was gut hilft, ist ein sauberes, fortlaufendes Absammeln der betroffenen Früchte, wenn diese anfangen umzufärben. Bleiben die befallenen Früchte zu lang am Strauch oder fallen ab, werden die Milben sie verlassen und das Problem kommt im kommenden Jahr wieder. Oft werden Spritzungen mit Rapsölpräparaten empfohlen. Aber es ist sehr schwierig, den passenden Zeitpunkt zu finden, da dieser witterungsabhängig ist. Das Absammeln ist einfacher.

Der Entstehung von Pflanzengallen vorbeugen

Rote Gallen an Weiden oder Ulmen, aber auch andere Verkrüppelungen an Blättern der Obstbäume können von Gallwespen, Gallmilben oder Gallläusen verursacht werden. Sie beeinträchtigen die Pflanze aber wenig.

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Man kann die Gallen auszupfen, um den Befall in den ersten Jahren zu reduzieren. Aber das lohnt nur bei kleinen Bäumen. Erfreuen Sie sich lieber an der Vielfalt der Natur und merken Sie sich die befallenen Bäume. Denn oft sind es wie bei Pfirsich oder der Ulme Gallläuse und die werden von Ameisen in die Pflanze getragen. Jetzt ist nicht viel Bekämpfung möglich, aber im Frühjahr verhindert ein Leimanstrich, dass die Ameisen in den Baum gehen. Es ist wichtig, die ersten Späher zu verhindern, bevor sie Routen etablieren Später bestehende Routen zu unterbrechen, ist fast unmöglich.

Solche Auswüchse an Pflanzen nennt man Gallen. Sie können von Gallwespen, Gallmilben oder auch Gallläusen verursacht werden.

Solche Auswüchse an Pflanzen nennt man Gallen. Sie können von Gallwespen, Gallmilben oder auch Gallläusen verursacht werden.

Spitze von Tomatenpflanzen nicht abschneiden

Es wird immer wieder der Rat gegeben, Tomatenpflanzen bei einer bestimmten Höhe zu entspitzen, damit alle Kraft in die Früchte geht. Meist ist das nach dem sechsten Blütenstand. Denn mehr werden bei uns selten reif, da der Herbst die Reife schnell unterbindet. Wer den Haupttrieb schon mal gekürzt hat, wird festgestellt haben, dass die Pflanze dann immer wieder viele neue Seitentriebe bildet. Besser ist es, die Spitze wachsen zu lassen und zur Seite abzulenken, damit die Pflanze nicht zu hoch wird. Zudem sollte man die weiteren Blütenstände entfernen. Dann ist der Neuwuchs nicht so schlimm, aber es gibt weitere Blätter, die die Früchte versorgen, auch wenn unten die Blätter wegen der Braunfäule entfernt werden.

Am Rosenkäfer freuen

Rosenkäfer fressen Blütenbestandteile und ernähren sich auch von Pflanzensäften. Oft sitzen sie in überreifen Brombeeren, da sie dort den Pflanzensaft ablecken. Die grün schillernden Käfer stellen keine Gefahr für den Ertrag dar, sind aber eine Bereicherung für den Garten.

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Wespenspinne meiden

Es gibt immer mehr exotisch anmutende Tiere in unseren Gärten. Die Wespenspinne gehört dazu. Sie stammt aus wärmeren Bereichen Europas und findet auch immer mehr in ehemals kalten Gefilden einen Lebensraum, da es immer wärmer wird.

Wespenspinne

Wespenspinne

Von der Wespenspinne geht keine Gefahr aus, die Giftklauen können die menschliche Haut lediglich an dünnen Hautstellen durchdringen. Achten Sie auf Ihre Kinder, denn dort kann die Spinne bei Gefahr einen sehr schmerzhaften Biss hinterlassen, wenn sie beim Spielen in der Wiese in Not gerät.

Hortensien blau färben

Leuchtendes Blau ist nach wie vor selten im Garten, deswegen sind blaue bzw. blauviolette Hortensien auch so eine Augenweide. Die Blaufärbung erreicht man mit einem speziellen Dünger. Die blau-violette Mischung entsteht, wenn die Hortensie nur von einer Seite mit blau färbendem Dünger gedüngt wird.

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Zwei Farben an einer Hortensie. Das erreicht man, indem man nur an eine Seite speziellen Hortensiendünger gibt, der die Blüten blau färbt.

Zwei Farben an einer Hortensie. Das erreicht man, indem man nur an eine Seite speziellen Hortensiendünger gibt, der die Blüten blau färbt.

Hortensiensammlung Pirna-Zuschendorf Farbspiel verschiedener Hortensien, fotografiert in den Botanischen Sammlungen in Pirna-Zuschendorf.

Hortensiensammlung Pirna-Zuschendorf Farbspiel verschiedener Hortensien, fotografiert in den Botanischen Sammlungen in Pirna-Zuschendorf.

Salat ernten, bevor er „schießt“

Bei Wassermangel beginnt Salat zu „schießen“, also schnell in die Höhe zu wachsen. Dabei setzt er nicht nur Blüten an, sondern wird auch bitter. Er ist immer noch essbar, nur weniger schmackhaft. Wen die Bitterstoffe stören, der kann den Salat nach dem Abernten der Blätter in Wasser einlegen, damit der bittere Saft entweichen kann. Wenn man nur einen Teil der Blätter erntet und die anderen an der Pflanze lässt, hat diese Kraft zu blühen. So können dann später Samen geerntet werden.

Rhabarber düngen

Für einen guten Ertrag in den kommenden Jahren ist es wichtig, jetzt nochmals den Rhabarber zu düngen. Mist- oder Rasenkompost neben (20 cm entfernt) dem Rhabarber anzulegen ist da die beste Wahl. Oder man verteilt fertigen Mist- oder Grünschnittkompost über dem Wurzelbereich. Wichtig ist, gut anzugießen, damit die Nährstoffe schnell zur Wurzel gelangen.

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Rosenkohl nicht mit dem Pflanzen warten Rosenkohl kann jetzt noch gepflanzt werden, aber je länger gewartet wird, desto weniger Ertrag wird die Pflanze im Winter liefern. Deswegen jetzt noch schnell pflanzen, bevor es nur noch winzige Röschen werden.

Kohlweißling-Eier und Raupen entfernen

Der Befall mit Kohlweißlingraupen ist immer noch stark. Prüfen Sie deshalb die Blätter der Kohlpflanzen fortlaufend auf Eier und Raupen. Neben den bekannten Großen (Grüne Raupe) und Kleinen Kohlweißling (Grüne Raupe mit Streifen aus schwarzen Punkten), können auch noch Raupen der nachtaktiven Schmetterlinge Kohleule (grün mit schwarzem Rücken) und Kohlmotte (Gelb) auftreten. Gehen Sie davon aus, dass alle Raupen, die Sie auf Kohlpflanzen finden, diese anfressen. Deshalb alle Raupen entfernen. Verwechseln Sie sie aber nicht mit den Marienkäferlarven (schwarz mit z.T. orangen Flecken, aber deutlich flacher, kürzer und mit deutlichen Beinen am Vorderkörper). Marienkäferlarven jagen immer noch Kohlblattläuse.

Spinat und Feldsalat aussäen

Jetzt kann mit der Aussaat Spinat und Feldsalat für Herbstanbau begonnen werden. Achten Sie darauf, dass der Saatzeitpunkt auf der Packung stimmt, manche Sorten lassen sich erst ab Mitte August aussäen und würden bei zeitigerer Aussaat direkt in die Blüte übergehen.

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Folgefrucht zwischen Maispflanzen säen

Der Mais ist kurz vor der Ernte. Aber warten Sie mit der Aussaat der Folgekultur nicht bis dahin, denn jeder Tag zählt. Säen Sie schon jetzt zwischen die Maisreihen und schneiden Sie den Mais nach der Ernte nur Bodennah ab. So nutzen Sie die Zeit schon für das Keimen und den ersten kleinen Trieb.

Von Volker Croy

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