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Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Diese „Maden“ sind lecker

Optisch gewöhnungsbedürftig aber lecker: die essbaren Knollen vom Knollenziest sehen aus wie kleine Maden.

Optisch gewöhnungsbedürftig aber lecker: die essbaren Knollen vom Knollenziest sehen aus wie kleine Maden.

Dresden. Süßkartoffeln im Garten kennen viele meist nur als Zierformen im Balkonkasten. Aber auch diese bringen Knollen und können als Gemüse verwendet werden. Wenn der Boden warm und gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird, kann man auf eine reiche Süßkartoffelernte hoffen. Die Knollen benötigen nach der Ernte eine Wärmebehandlung, um richtig süß zu werden, sonst schmecken sie nur wie leicht süßliche Kartoffeln. Was manchem aber vielleicht lieber ist.

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Neben Süßkartoffeln gibt es noch anderes lustiges Knollengemüse. Vom Knollenziest können alle Teile der Pflanze verwendet werden. Stachys affinis ist mit der Möhre verwandt. Die Knollen der Pflanze schmecken wie leicht stärkehaltige Möhren. Sie können roh, besser aber gekocht oder gebraten gegessen werden. Leider sehen die Knollen aus wie weiße Maden.

Knollenziest ist ein toller Bodendecker unter Sträuchern und kommt jedes Jahr wieder, wenn ein paar Knollen im Boden verbleiben und es keine Wühlmäuse gibt. Mit Wühlmäusen wird er meist im Garten verteilt. 

Optisch gewöhnungsbedürftig aber lecker: die essbaren Knollen vom Knollenziest sehen aus wie kleine Maden. Das andere sind Erdbirnen.

Optisch gewöhnungsbedürftig aber lecker: die essbaren Knollen vom Knollenziest sehen aus wie kleine Maden. Das andere sind Erdbirnen.

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Die Erdbirne (Apios americana) ist ein schönes Rankgemüse, welches nicht nur klettert, sondern primär stärkehaltige Knollen produziert. Diese reihen sich wie Perlen auf einer Schur auf. Dieses Wurzelgemüse kann – je nach Boden und Wasserversorgung – die Größe von Haselnüssen oder auch Eiern erreichen.

Opferpflanzen machen wenig Sinn

Opferpflanzen sind ein Denkfehler, der sich in letzter Zeit wieder breitmacht. Die Idee dahinter ist, befallene Pflanzen den Schädlingen zu überlassen, so dass sie sich da konzentrieren und die anderen Pflanzen in Ruhe lassen. Manche Menschen setzen sogar gezielt Opferpflanzen in den Garten, um die Schädlinge von den Nutzpflanzen fern zu halten.

Das System funktioniert bei kurzen Kulturen, die danach nie wieder angebaut werden. Bei allem anderen wird der langfristige Befall verstärkt, da sich die Schädlinge an den Opferpflanzen bequem und ungestört vermehren und danach auf die anderen Pflanzen ausbreiten.

Deshalb ist es besser, die befallene Pflanze entweder zu retten, in dem die Schädlinge bekämpft werden. Oder die betroffene Pflanze mit den Schädlingen zu entfernen, damit aus diesem Befallsherd nicht ein Massenbefall wird.

Vorsicht bei Berührung des Riesenbärenklaus

Riesenbärenklau im Garten ist immer wieder ein Problem. Die riesige Pflanze hat an sich nicht viele Nachteile. Es sei denn, man berührt sie oder bricht gar ein Stück ab.

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Denn der Saft ist phototoxisch, das heißt, er reagiert mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes (und dem von Energiesparlampen und LEDs) und verursacht eine entzündliche Hautreaktion. Die Haut juckt anfangs nur, wirft nach einem Tag Blasen, die sich zu Brandblasen entwickeln und schwere Hautverletzungen nach sich ziehen können.

Deswegen die Pflanze lieber entfernen und das vor allem mit großer Vorsicht. Am besten nachts. Oder wenigstens gut geschützt mit Handschuhen und Regenschutzkleidung, damit kein Saft auf die Haut kommen kann.

Macht optisch was her, aber man sollte den Riesenbärenklau keinesfalls berühren und nur mit Schutzkleidung entfernen. DNN

Macht optisch was her, aber man sollte den Riesenbärenklau keinesfalls berühren und nur mit Schutzkleidung entfernen. DNN

Mit Mehltau befallene Kräuter nicht als Tee nutzen

Momentan haben wir eine extreme Trockenperiode mit viel Wind. Beides in Kombination schwächt die Pflanzen und macht sie anfällig für Mehltau. Auch die „Mittelmeerkräuter“ werden davon nicht verschont.

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Die Pflanzen verkraften einen leichten Befall ohne Probleme. Wer aber Tee aus den Blättern machen möchte, sollte diese nicht nehmen. Denn der Mehltaupilz prägt Mykotoxine aus wie andere Pilze auch. Mykotoxine von Mehltau sind für gesunde Menschen kein Problem und können in kleinen Mengen mitgegessen werden. Aber Tee trinkt man ja oft, wenn man krank und damit anfälliger ist. Deswegen sollten keine Mykotoxine enthalten sein.

Gänsefuß als Salat verwenden

Überall geht der Weiße Gänsefuß auf. Dabei handelt es sich um eine Pflanze, die früher als Salat und Spinat verwendet wurde. Sich darauf zu besinnen ist vor allem jetzt sinnvoll, da Gänsefuß (Chenopodium album) weit trockenheitsverträglicher ist als Kopfsalate oder Spinat und genauso verwendet werden kann.

Vor allem die jungen Blätter und Triebspitzen sind ein guter Salat. Die älteren Blätter eignen sich eher zum Kochen. Wenn Sie nur die oberen Blätter mit Spitze entfernen, verzweigt die Pflanze und bildet mehr Spitzen zum Ernten aus. Der Gänsefuß ist geschmacklich vom Boden beeinflusst und hat auf lehmigen und schluffigen Böden einen besseren Geschmack, als wenn er auf Sandboden wächst.

Viele denken, das ist Unkraut und reißen die Pflanzen raus. Aber die Blätter und Triebspitzen des weißen Gänsefußes kann man als Salat oder auch Spinat essen.

Viele denken, das ist Unkraut und reißen die Pflanzen raus. Aber die Blätter und Triebspitzen des weißen Gänsefußes kann man als Salat oder auch Spinat essen.

In Beetlücken Sommerblumen nachsäen

Prunkwinden sind bis in den Herbst hinein eine Blütenpracht. Sie können auch jetzt noch ausgesät werden. Zwar verkürzt sich die Blütezeit etwas, aber das ist besser, als darauf zu verzichten oder Lücken im Garten zu haben. Gleiches gilt für andere Sommerblumen.

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Prunkwinden sind wirklich eine Pracht. Sie können auch Ende Juni noch mal in Beetlücken nachgesät werden.

Prunkwinden sind wirklich eine Pracht. Sie können auch Ende Juni noch mal in Beetlücken nachgesät werden.

Asseln mit Fallen dezimieren

Durch die trockene Zeit ist der Befall mit Asseln im Garten stärker. Die Tiere fressen frische Pflanzen an, denn abgestorbene Pflanzenteile sind ihnen jetzt zu trocken. Deshalb werden jetzt lebende Pflanzen bevorzugt.

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Vertrocknende Erdbeeren haben oft Fraßspuren von Asseln. Entweder kleine Löcher an der Basis oder nur noch Wurzelstümpfe oder beides. Heben Sie die Asselnester aus und fangen Sie Asseln mit ausgehölten Kartoffelhälften, die Sie umgestülpt – mit der Schale nach oben – auf dem Beet verteilen. Die Asseln kriechen hinein und lassen sich dann einfach herausspülen und töten.

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Befallene Erdbeerpflanzen sollten entweder neu gepflanzt und gut gewässert oder entfernt werden. Bei Neupflanzung sind alle Fruchtstände zu entfernen, um ein Notfruchten mit nachfolgendem Absterben zu verhindern.

Von Volker Croy

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