Gartenratgeber

Volker Croys Gartentipps: Besonderheiten für den Garten

Es gibt immer schönere und buntere Rosensorten. Viele der neuen Sorten duften auch wieder.

Es gibt immer schönere und buntere Rosensorten. Viele der neuen Sorten duften auch wieder.

Dresden. Es gibt immer schönere und buntere Rosensorten. Viele der neuen Sorten duften auch wieder. Allerdings muss man sich dessen bewusst sein, dass duftende Rosen nicht so lange in der Vase haltbar sind wie nicht duftende. Denn duftende Blüten verbrauchen Reservestoffe schneller und welken dann. Deswegen hat man gerade für Schnittrosen den Duft weggezüchtet.

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Neue Rosensorten gibt es mit Farbwechsel – z.B. gelbe Blütenblattansätze, die später rosa werden – oder auch mit unregelmäßigen Farbflecken. Wie die Rosen wirken, hat ganz entscheidend mit der Anordnung im Garten zu tun. Fleckige Blüten verschwimmen optisch, wenn man sie nur aus weiterer Entfernung betrachten kann. Leuchtende Farben sind an der Sitzecke besser als am Weg, wo man sie nur beim Vorbeigehen bemerkt. Duftrosen an Wegen sind hingegen sinnvoll, da der Duft auch dann zur Wirkung kommt. Bei Sitzflächen können sie auch in der zweiten Reihe angeordnet werden. Am besten entgegen der Windrichtung, damit der Duft herangetragen wird.

Blumenhartriegel bieten auch Früchte

Blumenhartriegel (Cornus kousa und Cornus florida) sind eine schöne Bereicherung für windgeschützte Gärten. Diese Gehölze haben wie die Hortensien und Weihnachtssterne farbige Hochblätter, welche wie Blütenschmuck aussehen. Dadurch erreichen sie „Blütezeiten“ von sechs Wochen und mehr. Die Farben sind allerdings auf Weiß und Rosa beschränkt. Besonders die Sorte ’Venus’ hat riesige Hochblätter.

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Die roten, außen ledrigen Früchte dieser Pflanze können gegessen werden. Sie sind süß und haben ein besonderes, unbeschreibliches Aroma. Die Edelsorten wie ‚Venus’ schmecken meist besser als die reinen Sämlinge. In Asien werden Blumenhartriegel auch als Obstbäume unter dem Synonym Fruchthartriegel angebaut.

Bei Zwergformen von Sträuchern die Breite beachten

Von vielen Sträuchern gibt es Zwergformen, die keine zwei Meter hoch werden. Allerdings können diese Zwergsträucher sehr breit wachsen. Wer seine Blühsträucher gewähren lässt, ohne die Schere anzusetzen, kann binnen zehn Jahren schöne große Büsche haben, wenn sie solitär stehen. Die Zwergweigelie erreicht zwar nur eine Höhe von 1,7 Metern, aber einen Durchmesser von fünf Metern. Beachten Sie also nicht nur die Höhe, sondern auch die Breite des Strauches. Natürlich kann man diese durch Schnitt anpassen.

Thymian als Bodendecker und Fugenbegrüner

Von dem frühblühenden Thymian (Thymus praecox) gibt es einige schöne Ziersorten. Herauszuheben sind die Sorten ’Red Carpet’ und ‚Albiflorus’. Letzterer ist weiß blühend und bleibt im Winter grün. ’Red Carpet’ blüht in einem kräftigen Rosa und wechselt im Winter zu einer weinroten Laubfärbung. Diese Thymiane sind nur schwach duftend, aber durch die weichen Äste und den niedrigen Wuchs trittfester als holzige Arten und somit gute Bodendecker und Fugenbegrüner.

Der frühblühende Thymian (Thymus praecox) der Sorte ’Red Carpet’ blüht in einem kräftigen Rosa und wechselt im Winter zu einer weinroten Laubfärbung.

Der frühblühende Thymian (Thymus praecox) der Sorte ’Red Carpet’ blüht in einem kräftigen Rosa und wechselt im Winter zu einer weinroten Laubfärbung.

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Verkrüppelte Pflaumentriebe ausschneiden

Viele Pflaumenjungtriebe sind gegenwärtig stark von Läusen befallen. Kräftige Triebe wachsen einfach weiter, aber schwache Triebe verkrüppeln oft. Diese schneidet man am besten bis ins unverkrüppelte Holz aus. Die Pflaume treibt dann im August wieder neu aus, so dass der Verlust der Triebspitzen später kaum noch auffällt.

Kiefern-Gespinstblattwespe mit Schnitt bekämpfen

Bei wem Zierkiefern im Garten wachsen, dem sind vielleicht um die Ansätze der Maitriebe schon mal Gespinste mit braunen Kotkrümeln darin aufgefallen und dann absterbende Nadeln. Das ist das Schadbild der Kiefern-Gespinstwespe. Sie lässt sich recht einfach mit Schnitt bekämpfen, indem befallene Bereiche vorsichtig ausgeschnitten und im Biomüll entsorgt werden. Wird zu lang (bis Juli) gewartet, seilen sich die Larven ab und verstecken sich im Boden für das kommende Jahr. Dann müssen Sie den Schnitt im folgenden Jahr durchführen. Schneiden Sie schon beim ersten Befall, denn die Wespe fliegt nicht allzu weit und bleibt oft beim Baum. Somit wird der Befall von Jahr zu Jahr zunehmen. Ein Einsatz von Gift ist nicht nötig. Das Problem lässt sich gut mit Schnittmaßnahmen bekämpfen.

Schadbild der Kieferngespinstblattwespe. Hier helfen Schnittmaßnahmen.

Schadbild der Kieferngespinstblattwespe. Hier helfen Schnittmaßnahmen.

Beim Obstbaumsplintkäfer helfen Schere und Specht

Östlich von Dresden wurden Streuobstwiesen durch den Obstbaumsplintkäfer (Scolytus mali) befallen. Die Käfer haben durch die Trockenheit im Frühling leichtes Spiel. Die Insekten, die zu den Borkenkäfern gehören, dringen in den Stamm ein und bohren zwischen Rinde und Splintholz ihren Gang. Achten Sie auf Löcher im Stamm und absterbende Äste oder flächig absterbende bzw. vertrocknende Rindenpartien. Ein starker Rückschnitt mit Holzentsorgung hilft ebenso wie der Specht. Spechtlöcher am Stamm sind immer positiv zu bewerten, da der Specht diese Käfer unter der Rinde sucht und heraushackt. Abgeschnittenes befallenes Holz ist im Restmüll zu entsorgen oder sofort in der Feuerschale zu verbrennen.

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Bei Bakterienwelke schnell handeln

Die Verticillium-Bakterienwelke geht um. Triebspitzen vor allem von Ahorn, aber auch Eschen, Robinien, Eichen und Kastanien sterben ab. Erst welken und rollen die Blätter, dann werden die Triebe fleckig und braun bis schwarz. Obst wird nicht befallen. Nur ein schneller Schnitt ins gesunde Holz (ca. 20 cm unter den untersten Flecken des Astes) hilft. Nach dem Schnitt die Leitbahnen ansehen. Sind diese braun, war der Schnitt nicht tief genug. Doch bevor die Schere erneut angesetzt wird, muss diese desinfiziert werden, am besten im kochenden Wasser. Wird nicht rechtzeitig reagiert, kann die Bakterienwelke den ganzen Baum töten. Vor allem Jungbäume sind gefährdet.

Die Verticillium-Welke geht um. Triebspitzen vor allem von Ahorn, aber auch Eschen, Robinien, Eichen undKastanien sterben ab. Erst welken und rollen die Blätter, dann werdendie Triebe fleckig und braun bis schwarz. Obst wird nicht befallen. Nurein schneller Schnitt ins gesunde Holz (ca. 20 cm unter den untersten Flecken des Astes) hilft.

Die Verticillium-Welke geht um. Triebspitzen vor allem von Ahorn, aber auch Eschen, Robinien, Eichen undKastanien sterben ab. Erst welken und rollen die Blätter, dann werdendie Triebe fleckig und braun bis schwarz. Obst wird nicht befallen. Nurein schneller Schnitt ins gesunde Holz (ca. 20 cm unter den untersten Flecken des Astes) hilft.

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Birnengitterrost am Holz ausschneiden

Der eingeschleppte Birnengitterrost braucht normalerweise den Wacholder und dessen Holz zum Überwintern. Durch die allmähliche Anpassung an unsere Pflanzen gelingt es ihm jedoch, sich bei geschwächten und einigen bestimmten Birnensorten am Holz festzusetzen. Das geschieht vorzugsweise an Jungtrieben, die in der Folge absterben. Wer solche befallene Triebe an seinem Birnbaum feststellt, sollte den Befall herausschneiden. Der Schnitt sorgt für gesünderen Neuaustrieb.

Birnengitterrost, der sich jetzt auch am Birnbaumholz festgesetzt hat und nicht mehr unbedingt am Wacholder überwintert.

Birnengitterrost, der sich jetzt auch am Birnbaumholz festgesetzt hat und nicht mehr unbedingt am Wacholder überwintert.

Von Volker Croy

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