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Diebstahl für Drogen und Spielautomaten

Vier Apotheken in drei Wochen geknackt

Symbolbild

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Dresden.Die Mitarbeiter der „City Apotheke“ auf der Hauptstraße sind im März wohl mit sehr ungutem Gefühl auf Arbeit gegangen, sie wussten da nie, was sie erwartet. Am 5. März wurde das erste Mal in ihr Geschäft eingebrochen, die Eingangstür geöffnet und beschädigt. Aus den Kassen und dem Tresor waren rund 2800 Euro verschwunden. Fünf Tage später das gleiche Spiel. Wieder hatte die Apotheke nächtlichen Besuch bekommen – diesmal fehlten 920 Euro. 14 Tage später kamen die Einbrecher wieder, packten 255 Euro und ein Tablett zusammen, dann klickten die Handschellen. Das Duo wanderte in U-Haft und musste sich gestern wegen Diebstahls in vier Fällen vor dem Amtsgericht verantworten.

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Sie seien nur aus Versehen in die Apotheke gegangen, weil die Tür offengestanden hätte, hatten Kalifa M. und Sabri D. nach ihrer Festnahme behauptet. Gestern korrigierten der Libyer und der Tunesier diese Aussage und räumten die Taten ein. Beide gaben sich sehr reuig, ja schon fast verzweifelt. „Wie hätten sie das nur tun können?“ Ob die beiden mit ihrem einträglichen Geschäft aufgehört hätten, wenn sie nicht erwischt worden wären, ist eine andere Sache.

Innerhalb von knapp drei Wochen hatten die beiden vier Einbrüche in Apotheken begangen – neben der „City Apotheke“ wurde auch noch die Apotheke am Goldenen Reiter geplündert. Hier ließen sie rund 3500 Euro mitgehen. Neben dem Stehlschaden verursachten sie auch noch einen erheblichen Sachschaden. Allein die Reparatur der demolierte Tür der Apotheke am Goldenen kostete 1450 Euro.

Das geklaute Geld hätten sie vertrunken, am Automaten verspielt und Klamotten gekauft. „Wir haben auch noch ein paar schöne Partys gemacht“ sagte Kalifa M. Zudem brauchten sie das Geld für ihren Drogenkonsum. Beide nehmen Haschisch und da sie das mit ihrem Geld nicht finanzieren konnten, seien sie eben eingebrochen. „Ich habe schon in Tunesein Drogen genommen, ich wusste nicht, dass das in Deutschland verboten ist“ erklärte Sabri D.

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Beide wurden zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde und jeder muss 100 Arbeitsstunden leisten. Zudem wurde die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 7185 Euro angeordnet.

Von Monika Löffler

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