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Leserfragen

Verbraucherzentrale Dresden rät: Vorsicht vor überteuerten Desinfektionsmittel im Netz

In Corona-Zeiten heiß begehrt: Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung. Ist sie im Laden ausverkauft, hilft das Internet weiter. Doch nicht immer geht alles mit rechten Dingen zu.

In Corona-Zeiten heiß begehrt: Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung. Ist sie im Laden ausverkauft, hilft das Internet weiter. Doch nicht immer geht alles mit rechten Dingen zu.

Dresden. Jeden Montag zwischen 17 und 18 Uhr geben Mitarbeiter der Verbraucherzentrale in Dresden den Lesern der Dresdner Neuesten Nachrichten kostenlos Auskunft zu Fragen rund um den Verbraucherschutz. Hier können Sie interessante Themen nachlesen. Heute zum Thema Verbraucherrecht: Wie erkenne ich dubiose Angebote im Internet?

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Frau Z.: Nirgendwo in einem Laden gibt es noch Desinfektionsmittel. Deswegen wollte ich welches online bestellen. Das ist aber so teuer, das ist doch nicht mehr normal!?

Dazu Robert Hoyer, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale in Dresden:

Die Coronakrise ruft ebenso Betrüger und skrupellose Geschäftemacher auf den Plan. Deshalb sollte man jetzt besonders kritisch beim Shopping im Netz sein. Gerade Produkte, die im Kontext der Coronakrise verstärkt nachgefragt werden, wie Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken, werden momentan zu Mondpreisen verkauft.

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Entsprechend viele neue Online-Shops gehen momentan online. Bei Preisen, wie beispielsweise 300 Euro für einen Liter Desinfektionsmittel kann es sich unter Umständen um Wucher handeln. Gerade dann, wenn die Unerfahrenheit und Ansteckungsangst von Verbrauchern bewusst ausgenutzt wird. Liegt ein Fall von Wucher vor, ist der Vertrag unwirksam.

Herr L.: Meine Frau surft immer so viel im Netz und bestellt Ware, die im Laden ausverkauft ist, auf Seiten, die mir so gar nichts sagen. Wie kann ich sicher gehen, dass wir da nicht mal an Betrüger geraten?

Dazu Robert Hoyer, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale in Dresden:

Neben überhöhten Preisen besteht ebenso die Gefahr einem sogenannten Fake-Shop aufzusitzen. Fake-Shops sind Online-Shops, die Betrüger nutzen, um sich an dem Geld der Kunden zu bereichern, in dem diese in Vorkasse für Ware bezahlen, die sie nie geliefert bekommen. Das Geld ist oftmals weg. Den Opfern bleibt meist nur der Weg zur Polizei, um Strafanzeige zu erstatten.

Ratsam ist es deshalb, sich den Online-Shop genau anzuschauen. Die Adresse der Website sollte mit einem „Vorhängeschloss“ oder den Buchstaben „https“ versehen sein. Dies garantiert die Verschlüsselung der Daten, insbesondere beim Zahlvorgang. Hier sollte darauf geachtet werden, welche Zahlungsmethoden genutzt werden können. Ist lediglich Vorkasse-Zahlung möglich und hat man noch keine Erfahrungen mit dem Online-Shop gesammelt, ist von einer Bestellung abzuraten.

Am sichersten für eine Erstbestellung ist der Kauf auf Rechnung. Ebenso sollte man sich anschauen, ob es eine Kontaktmöglichkeit zum Seitenbetreiber gibt und ein aussagekräftiges Impressum. Dies fehlt meist bei unseriösen Online-Shops. Zudem sollte man sich Erfahrungsberichte über die Website außerhalb des Shops durchlesen. Oftmals gibt es hier erste Hinweise, wie „Vorsicht Betrug“ oder „keine Lieferung von Ware – Abzocke“.

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Am Montag, den 11. Mai, beantwortet Frau Ulrike Körber, Energieberaterin der Verbraucherzentrale in Dresden, Ihre Fragen. Schicken Sie Ihre Frage gern bis zum 11. Mai an die E-Mail-Adresse newsdesk@dnn.de und geben Sie bitte eine Rückrufnummer an. Betreff: Verbrauchertelefon. Frau Körber ruft Sie am 11. Mai in der Zeit von 17 - 18 Uhr zurück.

Von Robert Hoyer

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