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Hausstaubmilben

Uniklinik sucht Milbenallergiker für Medikamentenstudie

Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase sowie Kopfschmerzen plagen die Hausstaubmilbenallergiker.

Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase sowie Kopfschmerzen plagen die Hausstaubmilbenallergiker.

Dresden.Im November können Pollenallergiker aufatmen. Denn die Pflanzen bereiten sich auf den Winter vor und produzieren kaum noch Pollen. Dafür haben es Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie aktuell besonders schwer: Mit dem Beginn der Heizperiode wirbelt warme Heizungsluft die Staubpartikel mit den Ausscheidungen der Milben auf und es wird warm und feucht in den Wohnungen. Unter diesen Bedingungen können sich die Milben stark vermehren. Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase sowie Kopfschmerzen plagen dann die Hausstaubmilbenallergiker. Jetzt soll ein neues Medikament zugelassen werden, bei dem mit Tabletten eine schrittweise Toleranz des Patienten gegen das Allergen der Hausstaubmilbe erreicht werden soll. Dafür sucht das HNO-Studienzentrum unter der Leitung von Funktionsoberärztin Dr. Cuevas an der Dresdner Uniklinik aktuell Menschen, die an einer mittel bis schweren Hausstaubmilbenallergie leiden.

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Im Rahmen der Tablettenstudie nehmen sie über den Zeitraum von etwa einem Jahr die Tabletten sublingual, das heißt unter der Zunge liegend, ein. „Die Tabletten haben weniger Nebenwirkungen als Spritzen zur Immuntherapie“, sagt die HNO-Ärztin und Allergologin Bettina Hauswald. Bei Spritzen besteht das Risiko eines allergischen Schocks. „Zu den Nebenwirkungen der sublingualen Therapie mit Tabletten kann ein leichtes Kribbeln gehören“, berichtet Hauswald. Die Hausstaubmilbenallergie ist nach der Pollenallergie das zweithäufigste allergische Leiden in Deutschland.

Das Studienteam: Allergologin Bettina Hauswald (r), Funktionsoberärztin Mandy Cuevas und Schwester Franka (hinten)

Das Studienteam: Allergologin Bettina Hauswald (r), Funktionsoberärztin Mandy Cuevas und Schwester Franka (hinten)

„Eine Immuntherapie führt bei rund 85 Prozent der Hausstaubmilbenallergiker zu einer dauerhaften Heilung“, erklärt Hauswald. Dafür müssen die Spritzen oder Tabletten allerdings über einen Zeitraum von rund drei bis vier Jahren kontinuierlich angewendet werden. Allergien sind auch für Mediziner teilweise noch immer ein Rätsel. Zwar weiß man inzwischen, dass die Behandlung mit Allergenen im Rahmen einer Immuntherapie erfolgreich ist, doch warum genau, ist weiterhin teils ungeklärt.

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Milbenallergiker, die an der etwa einjährigen Tablettenstudie gegen eine Aufwandsentschädigung teilnehmen möchten, müssen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein, sowie abgesehen von ihrer Allergie gesund sein und nicht schwanger. Bis zum 15. Dezember läuft die Rekrutierungsphase. Interessierte können sich an die Mailadresse hno-studienzentrum@uniklinikum-dresden.de wenden oder telefonisch unter 45 81 35 06 melden.

Von Tomke Giedigkeit

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