Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Wissenschaft

TU-Forscher erlangen neue Erkenntnisse über Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche

Symbolfoto

Symbolfoto

Dresden. Forscher der Technischen Universität (TU) Dresden haben neue Erkenntnisse über die Ursachen der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) erlangt. Bisher nahm man an, dass der Grund in einer gestörten Verarbeitung von gesprochener Sprache liegt und dafür unzureichend funktionierende Strukturen in der Großhirnrinde verantwortlich sind, teilte die Universität am Dienstag mit. Laut einer aktuell veröffentlichten Studie von TU-Neurowissenschaftlerin Katharina von Kriegstein und eines internationalen Expertenteams fängt das Problem aber schon eine Station vor der Großhirnrinde an.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Menschen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche wiesen demnach weniger Faserverbindungen zwischen dem auditorischen Thalamus und dem Planum Temporale auf - einem Areal in der Gehirnrinde, das für das Hören von Sprachlauten zuständig ist. Probanden, die sehr schnell und gut im Lesetest waren, hatten dagegen besonders starke Verbindungen zwischen den genannten Bereichen. Bei der Untersuchung kamen auch Kernspintomografen zum Einsatz.

„Ein Verständnis über die neuronalen Grundlagen der LRS wird entscheidend dafür sein, frühe Diagnostik und auch gezielte Therapien zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass unsere Ergebnisse eine Neuausrichtung des Forschungsfeldes zur Folge haben werden, weil sie zeigen, dass bisher wenig untersuchte Gehirnstrukturen für die LRS relevant sein könnten“, sagte von Kriegstein. Laut Statistik leiden drei bis acht Prozent der deutschen Bevölkerung an der Schwäche.

Von dpa

Mehr aus Dresden

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.