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Ortungstechnologie im Internet der Dinge

Trumpf steigt in Dresdner „Industrie 4.0“-Firma „Zigpos“ ein

Die Visualisierung zeigt, wie die „Track & Trace"- Technik in Fabriken dafür sorgen soll, dass jede Palette und jedes Werkstück in Echtzeit geortet werden kann.

Die Visualisierung zeigt, wie die „Track & Trace"- Technik in Fabriken dafür sorgen soll, dass jede Palette und jedes Werkstück in Echtzeit geortet werden kann.

Dresden/Ditzingen. Der schwäbische Werkzeugmaschinen-Konzern „Trumpf“ ist als Anteilseigner beim jungen „Industrie 4.0“-Unternehmen „Zigpos“eingestiegen, um sich die Ortungs-Technologien der Dresdner für hochautomatisierte Betriebe zu sichern. Das haben Trumpf und Zigpos nun mitgeteilt.

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„Die Risikokapital-Tochter von Trumpf war weltweit auf die Suche nach der besten Ortungstechnologie gegangen“, berichtet Zigpos-Innovationschef Paul Balzer. „Entschieden hat sie sich letztlich für uns.“

„Unsere Lösung ist einzigartig“

Trumpf hält nun ein Viertel der Zigpos-Anteile. Die Mehrheit bleibt bei den Chefs Erik Mademann und Christoph Götze, die das Technologieunternehmen 2011 aus der „Hochschule für Technik und Wirtschaft“ (HTW) in Dresden ausgegründet hatten, sowie drei HTW-Professoren.

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Die Partner aus Dresden und Ditzingen wollen nun gemeinsam Fabriken und Logistikzentren rund um den Globus mit spezieller Funktechnik ausrüsten. Diese Technologie erlaubt es im Endausbau den Fabrik-Leitrechnern, jedes Werkstück, jeden Transportroboter und jeden Gabelstapler in Echtzeit zu lokalisieren und effizient durch die Produktionsprozesse zu dirigieren.

Dafür haben die Zigpos-Ingenieure eine Ortungstechnik konzipiert, die anderes als die GPS-Satellitennavigation auch ohne freie Sicht auf den Himmel funktioniert. Dafür befestigen sie digitale Plaketten („Badges“) an den zu ortenden Werkstücken und Maschinen. Diese senden kurze Signale, die von „Anker“-Funkstationen an den Wänden der Werkhallen empfangen werden. Daraus berechnet eine Software bis auf 30 Zentimeter genau die 3D-Position der fraglichen Objekte im Raum.

„Unsere Lösung ist international einzigartig“, ist Balzer überzeugt. So können die Zigpos-Anker in Echtzeit auch bis zu 1000 gesuchte Gegenstände augenblicklich finden. Zudem verbraucht die Dresdner Technik nur wenig Energie. „Unsere Badges zum Beispiel bleiben mit einer Batterieladung einen Monat lang einsatzbereit.“ Zudem gilt der verwendete Funkstandard „UWB“ als ziemlich sicher gegen Spionageangriffe.

Test im Krankenhaus

Entwickelt haben die Sachsen ihre Software, die Badges und Anker selbst. Die Produktion lagerten sie aus Kostengründen zum taiwanesischen Auftragsfertiger Foxconn aus. Hunderte Zigpos-Installationen sind bereits im In- und Ausland im Einsatz, beispielsweise in Werken von VW, Infineon und Siemens. Durch die Partnerschaft mit Trumpf verspricht sich das 20-köpfige Team nun einen kräftigen Schub für die Unternehmensentwicklung, vor allem mehr Großkunden aus der Industrie und Logistik.

Die Ingenieure tüfteln auch an anderen Anwendungs-Szenarien für ihre „Innenraum-Navisatelliten“: „Im Klinikum Radebeul haben wir unsere Badges bei einem Evakuierungs-Probealarm getestet“, berichtet der Zigpos-Innovationschef. „Stellen Sie sich nur mal vor, ein Feuer bricht in einem Krankenhaus aus und keiner weiß mehr, wo die mobile Lungenmaschine zuletzt stand. Da kann eine Ortungstechnik wie unsere Leben retten.“

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zigpos.com

Von Heiko Weckbrodt

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