Bahnverkehr

Trotz Modernisierung: Bahn „schleicht“ weiter bis Berlin

Symbolbild

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Dresden. Viele Abschnitte der Bahnstrecke zwischen Berlin und Dresden sind modernisiert, baulich eigentlich ausgelegt für Tempo 200. Doch tatsächlich sind die Züge noch immer deutlich langsamer unterwegs – weil bislang die nötige Sicherheitstechnik fehlt, moniert der Dresdner Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst (FDP). Ein Zustand, der voraussichtlich bis mindestens 2020 andauern wird.

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Konkret geht es um den Einbau des digitalen Zugleit- und Sicherungssystems ETCS. „Es ist sehr enttäuschend, dass Züge auf den modernisierten Abschnitten der Bahnstrecke von Dresden nach Berlin bis mindestens 2020 nicht mit der vorgesehenen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometer fahren können“, erklärt der Verkehrspolitiker. Durch den völlig verspäteten Einbau der ETCS-Technik bleibe die maximale Geschwindigkeit seinen Worten zufolge auf Tempo 160 beschränkt.

Dabei, so Torsten Herbst weiter, sei die geplant gewesen, dass die Strecke sofort nach der Modernisierung mit bis zu 200 Sachen befahren werden kann. „Ohnehin besteht der Eindruck, dass die Deutsche Bahn die Strecke Berlin – Dresden in höchstem Maße stiefmütterlich behandelt. Ein wenig attraktiver Zwei-Stunden-Takt, völlig veraltete und oft verdreckte IC-Züge sowie nicht barrierefreie Eurocity-Züge aus Osteuropa passen nicht mehr in eine Zeit, wo die Bahn deutlich mehr Fahrgäste befördern möchte“, sagt der Bundestagsabgeordnete.

Torsten Herbst warnt davor, dass Deutschland im Vergleich mit europäischen Ländern den Anschluss verpasse. Die neue Technologie sei bisher nur auf 250 Kilometern verbaut – von insgesamt 33 000 Kilometer Schienen. „Die Bundesregierung und die Deutsche Bahn sind jetzt beim Haushalt 2019 gefordert, die Digitalisierung auf der Schiene schneller voranzutreiben und entsprechende Finanzmittel bereitzustellen“, fordert der Liberale.

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Von seko

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