Finanzierung

Stadtbezirk Altstadt gibt Geld für das neue Orang-Utan-Haus im Zoo

Über ein neues Haus für die Orang-Utans – hier im Foto Toni – diskutiert der Stadtrat schon seit langer Zeit.

Über ein neues Haus für die Orang-Utans – hier im Foto Toni – diskutiert der Stadtrat schon seit langer Zeit.

Dresden. „Wir wollen, dass es endlich losgeht“, sagt Lutz Hoffmann, Stadtbezirksbeirat für die CDU in Altstadt. Der Stadtbezirksbeirat Altstadt hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, 60.235 Euro aus seinen kommunalen Verfügungsmitteln für die Planungskosten für ein neues Orang-Utan-Haus im Dresdner Zoo zur Verfügung zu stellen.

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Draußen ok, drinnen viel zu klein

Mit dem Geld können die Planungsphasen 1 bis 3 finanziert werden. Bisher gibt es nur eine grobe Kostenschätzung, die von 9,2 Millionen Euro für den Neubau ausgeht. Mit den Mitteln des Stadtbezirksbeirats wird es möglich sein, die Kosten zu qualifizieren.

Bereits zur Eröffnung Mitte der 1980er Jahre entsprach die Unterbringung der Orang-Utans nicht den damaligen Anforderungen und sie tut es heute erst recht nicht, begründet der Zoo die Neubaupläne. Sowohl die Innenanlagen als auch die Außenvoliere würden nicht den Anforderungen entsprechen. Die Außenvoliere sei von der Grundfläche her ausreichend und nur zu niedrig, die Innenanlagen würden die Mindestanforderung deutlich verfehlen.

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Die Affen hätten kaum Rückzugsmöglichkeiten und der so dringend benötige Kletterraum in die Höhe sei mehr als begrenzt. Die große Glasfront ermögliche zwar den Besuchern einen ungehinderten Einblick in die Anlage, setze aber die Affen auf den Präsentierteller. An zwei Scheiben seien bereits Folien angebracht worden, um den Affen einen toten Winkel zu verschaffen, der sie vor direkten Besucherblicken schützt. An Aktionstagen müsse das Haus gelegentlich schließen, da der Besucherandrang für das kleine Gebäude zu groß sei und die Affen sichtbar unter Stress stünden.

Keine Mittel im Haushalt

Untragbare Zustände, die Zoodirektor Karl-Heinz Ukena verändern will. Er erklärte dem Stadtbezirksbeirat, dass möglichst 2021 mit dem Bau des neuen Orang-Utan-Hauses begonnen werden solle. Allerdings: Noch stehen die Millionen nicht zur Verfügung. Zwar hatten in der Debatte über den Haushalt 2019/2020 mehrere Stadtratsfraktionen den Neubau auf dem Wunschzettel, doch die Mittel fanden keinen Eingang in den städtischen Etat.

Vor wenigen Wochen hat der Stadtrat immerhin 500.000 Euro aus der Liquiditätsreserve für die Zoo GmbH bereitgestellt. "Vielleicht erhalten wir ja unsere Verfügungsmittel zurück", meint Hoffmann, der ausdrücklich Rainer Pietrusky, der für die Linke im Stadtbezirksbeirat sitzt, als Ideengeber für die Vorlage erwähnt. Der Zoo ist zwar eine gesamtstädtische Einrichtung, so Hoffmann. "Indem wir Geld aus unserem Etat bereitstellen, wollen wir unsere Verbundenheit mit dem Zoo demonstrieren."

Von Thomas Baumann-Hartwig

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