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Mit Gesang gegen Rechts

Stadt ruft zu melodischem Protest gegen Identitären-Treffen auf

Dresden Symbolbild: Historische Dampfer und Ausflugsschiffe stehen am Ufer der Elbe vor der Kulisse der Altstadt.

Dresden Symbolbild: Historische Dampfer und Ausflugsschiffe stehen am Ufer der Elbe vor der Kulisse der Altstadt.

Dresden.Wenn sich am 25. August die Identitäre Bewegung auf der Cockerwiese versammelt, möchte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch nicht tatenlos akzeptieren, „dass Dresden als Bühne von zugereisten Patrioten und der Neuen Rechten missbraucht wird“. Deshalb lädt sie Dresdner und alle Laienchöre dazu ein, von 17.45 bis 18.30 Uhr vor dem Kulturpalast bekannte Lieder wie „Freude, schöner Götterfunken“ zu singen. Die Aktion „So klingt Dresden“ soll die Einwohner der Landeshauptstadt vereinen und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen.

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Mit dabei sind unter anderem Vertreter der Stadt, die Dresdner Musikfestspiele, die Initiativen Weltoffenes Dresden und Dresden.Respekt sowie die Dresdner Philharmonie. Letztere startet am selben Tag in die neue Saison und nimmt gerne an der Veranstaltung teil: „Als Chefdirigent und auch persönlich stehe ich für Vielfalt, Toleranz und Neugier dem Fremden gegenüber und lehne jede Form von Ausgrenzung ab. Musik können wir nur entstehen lassen, wenn wir über Unterschiede hinwegsehen und das Gemeinsame suchen“, erklärt Michael Sanderling, Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Diese Meinung teilt auch Klepsch: „International geprägte Kunst und Musik sind seit Jahrhunderten identitätsstiftend für Dresden. Ein positives Heimatverständnis grenzt nicht aus, sondern lädt ein, mitzugestalten.“

Um 12 Uhr spielt zunächst die „Banda Internationale“ am Deutschen Hygienemuseum. Anschließend treten dort auch die Breakdancer „Beat Fanatics“ unter dem Motto „Tanzen statt Hetze“ auf. Auf dem Neumarkt singen ab 15.30 Uhr Bands und Ensembles, bevor um 17 Uhr das Staatsschauspiel am Postplatz feierlich sein Saisoneröffnungsfest zelebriert. Um 17.45 Uhr treffen sich die Bürger mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum gemeinsamen Singen vor dem Kulturpalast. Parallel findet am 25. August im Deutschen Hygienemuseum eine Demokratiekonferenz mit Diskussionsmöglichkeiten und Workshops statt, bei der unter anderem Migrationsgesellschaften, die Identitäre Bewegung und Antisemitismus thematisiert werden. Anmeldungen hierzu sind nicht mehr möglich. Besucher können jedoch am selben Tag von 10 bis 18 Uhr kostenlos die aktuelle Sonderausstellung „Rassismus – Die Erfindung von Menschenrassen“ sehen.

Von Katharina Jakob

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