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Spendenbereitschaft nach Hochwasser im Vergleich zu 2002 stark gesunken

Ein Ölfilm zeichnet sich im Hochwasser in einem Wohn- und Kleingartengebiet im Dresdner Osten ab. (Archiv)

Ein Ölfilm zeichnet sich im Hochwasser in einem Wohn- und Kleingartengebiet im Dresdner Osten ab. (Archiv)

Der aktuelle Spendeneingang der Diakonie Sachsen etwa beträgt zwei Millionen Euro. Im Jahr 2002 hatte sie noch 70 Millionen Euro zur Verfügung.

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"Damals waren die Schreckensbilder mit Menschen auf den Dächern viel präsenter", sagte Uwe Schmidt, Referent für Ökumenische Diakonie. Sein Werk erwartete aber noch weitere Spenden, unter anderem von der Diakonie Katastrophenhilfe und Kirchengemeinden.Auf dem bundesweiten Spendenkonto des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) seien bis zum 1. Juli rund 18,8 Millionen Euro eingegangen, sagte Sprecher Dieter Schütz. "2002 waren es 140 Millionen Euro." Er fügte hinzu: "Da war aber auch die Situation eine andere. Das Hochwasser kam über Nacht. Die ganze Nation stand unter Schock." Wie viel Geld nach Sachsen geht, ist noch nicht bekannt.

Der Freistaat hatte Ende Juni erste vorläufige Zahlen zu den Hochwasserschäden ermittelt. Sie wurden auf knapp zwei Milliarden Euro geschätzt.Nach der Flut 2002 erhielt Dresden auf seinem städtischen Spendenkonto bis März 2005 insgesamt 14,9 Millionen Euro. Für das Hochwasser 2013 wurden bis dato rund 704 000 Euro überwiesen. Die Stadt Döbeln erhielt auf ihrem Spendenkonto bislang rund 81 700 Euro. „Im Jahr 2002 waren es 2,74 Millionen Euro, allerdings über einen größeren Zeitraum“, sagte der Pressesprecher der Stadt Döbeln, Thomas Mettcher.

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Der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Landesverband Sachsen stehen derzeit 528 000 Euro Spenden zur Verfügung. AWO-Landesgeschäftsführer Karlheinz Peter sagte aber: „Es ist noch kein Ende der Spenden abzusehen.“ Diese Summe setze sich aus Geld von der Spendengala „Gemeinsam gegen die Flut“, AWO international und AWO Landesverband Sachsen zusammen.

2002 kamen die Spenden von 2,2 Millionen Euro von zwei Großspendern. Demnach könnten die Summen nicht direkt verglichen werden, aber „in der Gesamtsumme ist es deutlich weniger“.Am Samstag veranstaltet der MDR in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Konzerte für Helfer und Betroffene des Hochwassers. Bei der Live-Show „Gemeinsam gegen die Flut - Wir sagen Danke!“ am Elbufer in Dresden treten laut Sender unter anderem die Sänger Sarah Connor, Andrea Berg, Roland Kaiser und Roman Lob auf.

Parallel dazu gibt es Veranstaltungen in Magdeburg, Grimma, Greiz und Ferropolis.In Eilenburg wird unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Czupalla (CDU) ebenfalls am Samstag ein Benefiz-Konzert in der Nikolaikirche gespielt. Mit dabei sind das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig sowie der Trompeter Joachim Schäfer. Die gesamten Einnahmen gehen auf das Konto der Fluthilfe Nordsachsen.

dpa

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