Klubnetz Dresden

 Spendenaktion für brandgeschädigten Techno-Club „Sektor Evolution“

Für den Club „Sektor Evolution“, der sein Domizil ebenfalls in der ausgebrannten Fabrikhalle hatte, werden seit Sonntag Spenden gesammelt.

Für den Club „Sektor Evolution“, der sein Domizil ebenfalls in der ausgebrannten Fabrikhalle hatte, werden seit Sonntag Spenden gesammelt.

Dresden. Das Klubnetz Dresden hat eine Spendenaktion für den vom Großbrand im Dresdner Industriegelände betroffenen "Sektor Evolution" gestartet. Den beliebten Techno-Club in einer ehemaligen Fabrikhalle konnten die Feuerwehrleute zwar vor der totalen Zerstörung durch die Flammen bewahren, aber vermutlich sind die Räume durch Löschwasser und Rauch arg in Mitleidenschaft gezogen. Da ein Großteil des Gebäudes einsturzgefährdet ist, könnte auch der "Sektor" statisch beeinträchtigt sein. Genauer lässt sich das aber erst beurteilen, nachdem die Club-Betreiber und Bau-Experten den früheren Veranstaltungsort besichtigen konnten.

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„Fast 13 Jahre lang bot der Sektor einen einzigartigen und für alle offenen Ort des Schaffens und Begegnens, das rauschende Epizentrum der elektronischen Musik, eine nicht wegzudenkende Säule der Dresdner Clubkultur“, schreiben die Organisatoren des Klubnetz.

Binnen weniger Stunden sind bereits über 6000 Euro Spenden eingegangen. Mehr als 200 Menschen steuerten bereits Beträge bei. Das Klubnetz startete die Spendensammlung am Sonntag, Ziel sind 100 000 Euro.

Forderungen an Stadtpolitiker

Das Klubnetz wies auch auf die ohnehin enorme Raumnot für Kreative hin und forderte lokale Politiker und Stadtverwaltung zum Handeln auf. „Denn nach der Wetterwarte 60, der Lößnitzstraße 14 und zuletzt der Könneritzstraße 25 ist gestern die letzte große Ansammlung von Probe- und Kreativräumen in dieser Stadt verloren gegangen.“

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Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) schrieb auf Twitter: „Wir müssen als Stadt schauen, wo es kurzfristig über das Hochbauamt oder städtische Gesellschaften Räume gibt, die von den Bands genutzt werden können. Der Brand ist Anlass, das ehemalige tjg in Cotta wenigstens so zu ertüchtigen dass Strom, Wasser und Brandschutz funktionieren.“ Weiterhin zog sie den frühen Standort der Staatsoperette, die Anmietung der Robotron-Kantine und die Schaffung von Kulturräumen im Kaufpark Nickern in Erwägung.

Spendenaktion: www.betterplace.me/support-sektor

Von ttr

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