Mitgliederbefragung

So will die Dresdner CDU ihre Wahlniederlagen aufarbeiten

Die Dresdner CDU startet eine Mitgliederbefragung.

Die Dresdner CDU startet eine Mitgliederbefragung.

Dresden. Im CDU-Kreisverband Dresden hat die systematische Aufarbeitung der Kommunalwahl und der Europawahl vom 26. Mai begonnen. Der Kreisvorstand hat sich jetzt mit einem Brief an die rund 1100 Dresdner CDU-Mitglieder gewandt und um Teilnahme an einer Mitgliederbefragung gebeten. Unter der Überschrift „Vertrauensverlust verstehen. Haben wir das Wahlergebnis verdient?“ sollen die Wahlergebnisse unter die Lupe genommen werden.

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„Geschlagen, voller Demut, aber auch voller Mut suchen wir Antworten, Lösungen und neue Strategien für unsere Partei“, heißt es in dem von den stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Petra Nikolov und Christoph Böhm sowie der Mitgliederbeauftragten Agata Reichel Tomczak unterschriebenen Brief. „Das Modell ’Volksparteien’, wie wir es bisher kannten, scheint ausgedient zu haben“, stellen die Verfasser fest.

„Finden Sie, dass wir als Dresdner Union unser diesjähriges Kommunalwahlergebnis verdient haben?“, lautet die erste Frage. „Was sind aus Ihrer Sicht Gründe, weshalb wir die Wähler nicht überzeugen konnten?“, will der Kreisvorstand von seinen Mitgliedern ebenso wissen wie: „Schauen wir als Dresdner Union gemeinsam nach vorn: Wo sehen Sie unsere Stärken, mit welchen wir die Bürgerinnen und Bürger – unsere Wähler – wieder von uns überzeugen können?“

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Schließlich fragt der Kreisvorstand die CDU-Mitglieder: „Was geben Sie uns für den gemeinsamen (neuen) Weg mit?“ Die Befragung läuft bis zum 14. August. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für alle weiteren Schritte sein, verspricht der Kreisvorstand. „Wir wollen die richtigen Themen auf die richtige Weise ansprechen und somit das verlorene Vertrauen der Bürger zurückgewinnen.“

Die CDU hatte bei der Kommunalwahl erstmals seit 1990 den Status als stärkste politische Kraft im Dresdner Stadtrat eingebüßt. Ging bereits 2014 die bürgerliche Mehrheit im Kommunalparlament verloren, so sind die Christdemokraten mit nur noch 13 Mandaten nun auch nicht mehr stärkste Fraktion. Bündnis 90/Die Grünen kommt als Wahlsieger auf 15 Mandate.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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