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Statistik

So viele Ausländer leben in Dresden

Der Fachplan Asyl legt Leitlinien für die Integration der Asylbewerber in die Gesellschaft und in Arbeit fest.

Der Fachplan Asyl legt Leitlinien für die Integration der Asylbewerber in die Gesellschaft und in Arbeit fest.

Dresden.Ende März dieses Jahres lebten in Dresden 45 044 Ausländer. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Drei Prozent der Ausländer – das sind rund 1350 Personen – sind Asylbewerber mit einem laufenden Asylverfahren. Etwa 8500 Ausländer sind Flüchtlinge mit Bleiberecht in einer der vielen Ausprägungen, also Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, Ausländer mit subsidiärem Schutz, Ausländer mit Abschiebeschutz, Kontingentflüchtlinge oder Bürgerkriegs- und Resettlementflüchtlinge. 1608 Ausländer sind den Angaben zufolge ausreisepflichtig, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

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Das Sozialamt der Landeshauptstadt stellt 2718 Asylbewerbern eine Unterkunft zur Verfügung. 1854 Personen leben in einer Wohnung, die anderen sind in Heimen untergebracht. Die meisten Asylbewerber hat die Verwaltung im Stadtbezirk Cotta und dort im Stadtteil Gorbitz mit 752 untergebracht. In Prohlis leben 713 von der Stadt untergebrachte Flüchtlinge, in Plauen 268, in Altstadt 262 und in Neustadt 251.

Die Landesdirektion Sachsen hat der Landeshauptstadt Dresden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres insgesamt 208 Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen, also rund 70 pro Monat. Das entspricht ungefähr dem Vorjahresniveau. Das gesamte Jahr 2018 musste Dresden 821 Asylbewerber aufnehmen, 2017 waren es 788 Personen und 2016 lag die Zahl bei 1839.

Der Ausschuss für Soziales und Wohnen hat am Dienstagabend den neuen Fachplan Asyl und Integration 2022 bestätigt. Der Stadtrat soll am 4. oder 5. Juli den Fachplan beschließen. Das Dokument enthält – neben einem Rückblick auf die bisherige Betreuung von Asylbewerbern und einer Bestandsaufnahme der Hilfeangebote in Dresden – neue Leitlinien für die künftige Integrationsarbeit.

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Der Fachplan wurde vom Sozialamt in Zusammenarbeit mit knapp 50 behördlichen, freien, zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren entwickelt. Mit einem Workshop im November 2017 hat das Sozialamt den Beteiligungsprozess zur Erstellung des Fachplans angestoßen und einen breiten und intensiven Dialog zum Thema Asyl und Flüchtlinge ermöglicht. Anregungen und Vorschläge flossen in den neuen Fachplan ein. „Wir wollen die Integration in Dresden modern und zukunftsgerichtet gestalten“, erklärte Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Die Linke).

Von Thomas Baumann-Hartwig

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