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Klimaschutz in Dresden

So soll die Johannstadt nachhaltiger werden

Auch Mobilität soll bei diesem Projekt thematisiert werden – Pläne für die Buslinie 62 gibt es schon. Sie soll durch die Straßenbahnline 5 ersetzt werden.

Auch Mobilität soll bei diesem Projekt thematisiert werden – Pläne für die Buslinie 62 gibt es schon. Sie soll durch die Straßenbahnline 5 ersetzt werden.

Dresden. Im November ist das Projekt „Nachhaltige Johannstadt“ gestartet. Der Stadtteilverein Johannstadt e.V., die Dresdner Verkehrsbetriebe, die Verbraucherzentrale Sachsen sowie der Verein Nahhaft haben sich für dieses langjährige Vorhaben zusammengetan und werden unter anderem von der Stadt unterstützt.

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Strategie wird gemeinsam erarbeitet

Das große Ziel ist es, die Johannstadt bis 2025 besonders klimafreundlich, nachhaltig und lebenswert zu gestalten, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Das Besondere: Die Strategie wird erst noch erarbeitet und zwar soll dies gemeinsam mit den 25 000 Einwohnern des innerstädtischen Stadtteils vonstatten gehen. Vor allem sollen auch die Bevölkerungsgruppen erreicht werden, die im Alltag wenig bis gar nicht auf den Klimaschutz achten.

Die Macher wollen sich auf insgesamt drei Handlungsfelder konzentrieren: Wohnen, Mobilität und Konsum/Ernährung. Im Bereich Wohnen sollen die Nutzer unter anderem auf ihren Strom- und Wärmehaushalt achten und lernen, wie dieser verringert werden kann. Auch der Wechsel zu Ökostrom wird ein Thema sein. Beim Stichwort Mobilität wollen die Organisatoren ein Bewusstsein dafür schaffen, Wege zu vermeiden, zu verkürzen oder diese auf möglichst umweltfreundliche Art und Weise zu erledigen. Das Handlungsfeld Konsum/Ernährung wird sich mit ökologischen, biologischen und regionalen Produkten sowie um die Reduzierung von Lebensmittelabfällen beschäftigen. Würden all diese Aspekte im Alltag der Johannstädter berücksichtigt werden könnten diese bis zu 18 000 Tonnen Treibhausgase pro Jahr sparen, haben die Macher ausgerechnet.

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2019 startet modellhafte Umsetzung

Mit dem Projekt soll außerdem erforscht werden, wie Engagement für Klimaschutz in einer ganzen Einwohnerschaft etabliert werden kann. Das Projekt kostet rund 700 000 Euro. Der Bund fördert das Projekt mit 600 000 Euro und erhofft sich Erkenntnisse, wie so etwas auch in anderen Städten und Stadtteilen umgesetzt werden kann. Im Januar soll der offene Strategieprozess beginnen. Dabei sollen die Johannstädter Institutionen gemeinsam mit Bewohnern Ziele entwickeln und in einem gemeinsamen Aktionsplan festhalten. Unter anderem soll geklärt werden, wie Alltag und Klimaschutz gemeinsam funktionieren können. Ab Oktober 2019 beginnt dann die modellhafte Umsetzung bis 2022.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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