Rudolf-Leonhard-Straße

SEK-Einsatz im Dresdner Hechtviertel: Toter identifiziert – Brandstiftung in der Wohnung

Am Mittwochabend steckte der Mann seine Wohnung in Brand.

Am Mittwochabend steckte der Mann seine Wohnung in Brand.

Dresden. Die Leiche, die nach dem bis in den späten Mittwochabend andauernden SEK-Einsatz im Dresdner Hechtviertel geborgen worden war, ist identifiziert worden. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen 26 Jahre alten Deutschen.

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Er ist derjenige, der am Mittwoch mit einer Pistole und einer Langwaffe am Fenster und in einer Wohnung im ersten Stock der Rudolf-Leonhard-Straße hantiert hatte. Die Waffen wurden bereits am Mittwochabend gefunden und sichergestellt. Es handelt sich um eine Schreckschusspistole und eine Softairwaffe in Form einer Maschinenpistole. Mit ersterer hatte der 26-Jährige auch auf Polizisten gefeuert.

Die Polizei war schwer bewaffnet angerückt, später kamen noch SEK-Beamte in Stichschutzkleidung hinzu.

Die Polizei war schwer bewaffnet angerückt, später kamen noch SEK-Beamte in Stichschutzkleidung hinzu.

Während des Einsatzes, der sich bis kurz vor Mitternacht hinzog, war lange unklar geblieben, ob es sich um scharfe Waffen handelte. Deshalb war die Polizei mit schwer bewaffneten Spezialeinsatzkräften angerückt.

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Kein Sprengsatz in der Wohnung gefunden

Der 26-Jährige hatte zudem angedroht, einen selbstgebastelten Sprengsatz zu zünden. Deshalb stand am Mittwoch auch das USBV-Team zur Entschärfung und Sicherung „Unkonventioneller Spreng- oder Brandvorrichtungen“ bereit, um einzugreifen. Ein entsprechender Sprengsatz sei bei der Durchsuchung der vollständig ausgebrannten Zweiraumwohnung am Donnerstagvormittag aber nicht gefunden worden.

Das Feuer, das am späten Mittwochabend ausgebrochen war und dem unmittelbar der Zugriff durch die Polizei folgte, soll der 26-Jährige selbst kurz vor 22 Uhr an mehreren Stellen in der Wohnung gelegt haben. Das hat eine Untersuchung durch Brandursachenermittler ergeben. Doch was trieb den jungen Mann zu seinem Tun?

„Die Motivation seines Handelns ist noch unklar“, teilte die Polizei mit. Der 26-Jährige hatte sich während des Einsatzes vermummt am Fenster gezeigt, an seinen Händen waren blutige Verbände sichtbar geworden.

Todesursache des 26-Jährigen noch unklar

Insgesamt beteiligten sich mehr als 140 Beamte an dem Einsatz, darunter auch Spezialkräfte des Landeskriminalamts. Sechs Polizisten wurden durch das Einatmen von Brandrauch verletzt. Die Feuerwehr geleitete die Verletzten mit Brandfluchthauben über den Flur nach draußen. Ebenfalls nach draußen gebracht wurde der nach der Stürmung bewusstlos in der Wohnung gefundene 26-Jährige. Eine Reanimation blieb erfolglos, der Notarzt stellte den Tod fest. Woran der Mann starb, wird jetzt im Rahmen einer Obduktion untersucht.

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Nach umfangreicher Belüftung konnten Anwohner, die seit Stunden teils in DVB-Bussen hinter den Absperrungen ausharrten und auf das Ende des Einsatzes warteten, wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

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