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Sachsen kauft das Kornhaus Meißen nicht

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

darf man der AfD das historische Kornhaus auf dem Meißner Burgberg überlassen, der Wiege Sachsens? Darf man tatenlos zusehen, wie die Partei dort ein Schulungszentrum errichtet. Nein, rufen die vereinigten Demokraten im Chor - und die AfD lacht sich ins Fäustchen. Sie treibt die politischen Gegner mit ihrer Ansage vor sich her und sonnt sich in ihrer Lieblingsrolle, der des Opfers.

Per Zwangsversteigerung soll das Kornhaus am kommenden Montag einen neuen Besitzer finden. Der Freistaat wird sich nicht darum bemühen, auch wenn die Linke das gerne gesehen hätte.

Per Zwangsversteigerung soll das Kornhaus am kommenden Montag einen neuen Besitzer finden. Der Freistaat wird sich nicht darum bemühen, auch wenn die Linke das gerne gesehen hätte.

Der Freistaat soll das Objekt kaufen, ohne dass es ein ernsthaftes Nutzungskonzept für das Kornhaus gibt. Hauptsache, der AfD einen Strich durch die Rechnung zu machen, genügt aber nicht, wenn man das Geld das Steuerzahlers in die Hand nehmen will. Und was machen eigentlich die Mahner und Rufer? Sie könnten ja mal einen Verein gründen, Geld sammeln und ein Konzept erarbeiten. Das hat bei der Frauenkirche ganz vorzüglich funktioniert. Wenn der Bürgerschaft so viel an dem historischen Kleinod liegt, dann sollte sie langsam mal aktiv werden. Der Freistaat wird sie am Ende nicht im Regen stehen lassen.

Doch zunächst ist die Stadt Meißen am Zug. Sie ist als Gläubigerin Herr über die Zwangsversteigerung. Sie kann den Termin absagen und damit allen Beteiligten ein bisschen mehr Zeit geben, sich zu sammeln.

 

Zitat des Tages

Außer bei Milch schaffen wir im Freistaat keine Selbstversorgung. Nur jedes fünfte in Sachsen verspeiste Schnitzel stammt auch von hier.

Torsten Krawczyk

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes über die Lebensmittelversorgung in Sachsen und ganz Deutschland

Die Corona-Nachrichten

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Corona-Sommerwelle steigt auch in Sachsen – vor einem Jahr war das Virus fast verschwunden: In der vergangenen Woche wurden im Freistaat mehr als 15.000 neue Corona-Infektionen registriert. Das sind deutlich mehr Fälle als zum selben Zeitpunkt im Sommer 2021 – Tendenz steigend. In den Kliniken ist die Lage aber eine andere als vor einem Jahr. Jetzt lesen

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Dresden und die Region

Die Feuerwehr wurde bei dem Einsatz unter anderem von dem THW, der ASB-Drohnenstaffel und der Polizei unterstützt.

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Großbrand im Industriegelände Dresden: Keine Hinweise auf Brandstiftung

Der Großbrand in einer Lagerhalle im Dresdner Industriegelände scheint gelöscht. Derzeit laufen Aufräumarbeiten. Ein Brandursachenermittler war bereits vor Ort. Gewartet wird noch auf Einschätzungen zur Statik des Gebäudes. Jetzt lesen

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Termine des Tages

7 bis 17 Uhr: Pop-up-Radweg an der Königsbrücker Straße: Heute wird ein Pop-up-Radweg die Lücke im Radwegenetz zwischen dem Industriegelände und der Stauffenbergallee schließen. Das kündigte Mathias Greuner von der AG „nachhaltig mobil“ an. Ab Herbst 2022 wird der Radverkehr an dieser Stelle weiter zunehmen, da dann die neue Schule an der Ecke Stauffenbergallee und Königsbrücker Straße öffnet. Aktuell werde die Haltestelle Stauffenbergallee vor der Schule für 1,6 Millionen Euro provisorisch umgebaut. „Wir fordern die Stadt auf, auch für den Radverkehr eine vorübergehende Radwegführung einzurichten“, erklärt Greuner den Sinn der Aktion.

 

Wer heute wichtig wird

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Der künftige Kreuzkantor Martin Lehmann wird heute die Konzertsaison 2022/2023 in der Kreuzkirche vorstellen. Persönlich anwesend sein wird der designierte Leiter des Dresdner Kreuzchors allerdings nicht, stattdessen ist der 48-Jährige per Video zugeschaltet.

Der derzeitige Kreuzkantor Roderich Kreile wird am Sonnabend nach einem Vierteljahrhundert im Amt feierlich verabschiedet und übergibt den Chor dann in die Hände seines Nachfolgers.

 

Gewusst wie – die Tipps für den Tag

 

Und dann war da noch ...

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Vor Monaten ist auf dem Mond eine Rakete eingeschlagen, ungeplant. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa versucht nun zu rekonstruieren, was für eine es war – und hat eine heiße Spur gefunden. Jetzt lesen

 

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag

Ihr Dirk Birgel

Chefredakteur

 

Falls Sie Anregungen oder Kritik haben, melden Sie sich gern direkt bei unserem Chefredakteur Dirk Birgel: d.birgel@dnn.de

 

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