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„Wann rollt’s in Dresden“

Radwatch Dresden für eine bessere Radinfrastruktur

Die Initiative Radwatch Dresden will Bürger über Mängel der Radwege in Dresden informieren. Gleichzeitig sollen diese dazu aufgerufen werden, selbst aktiv zu werden und sich für Verbesserungen auf den Straßen einzusetzen.

Die Initiative Radwatch Dresden will Bürger über Mängel der Radwege in Dresden informieren. Gleichzeitig sollen diese dazu aufgerufen werden, selbst aktiv zu werden und sich für Verbesserungen auf den Straßen einzusetzen.

Dresden.Jeden Tag fährt Sophie auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle über das Blaue Wunder in Loschwitz. Doch jedes Mal muss sie sich entscheiden: überquert sie die Brücke auf der Straße, dann läuft sie Gefahr von einem Auto erfasst zu werden, oder nimmt sie den Fußweg – und wird vielleicht von der Polizei mit einem Bußgeld zurechtgewiesen?

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Solche und ähnliche Geschichten motivierten den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) im letzten Jahr dazu, gemeinsam mit engagierten Radfahrerinnen die Initiative Radwatch Dresden ins Leben zu rufen. Zusammen fordern sie die Stadt auf, für mehr Sicherheit und weniger Mängel auf den Fahrradwegen zu sorgen. Mithilfe einer interaktiven Monitoring-Karte, die für jeden im Internet unter: www.radwatch-dresden.de aufgerufen zugänglich ist, werden die Mängel und der Prozess festgehalten.

Ein Ausschnitt der Monitoring-Karte in Dresden. Rote Zahlen stehen für nicht behobene Mängel, grüne Zahlen bedeuten erledigte Baustellen.

Ein Ausschnitt der Monitoring-Karte in Dresden. Rote Zahlen stehen für nicht behobene Mängel, grüne Zahlen bedeuten erledigte Baustellen.

Die Initiative soll nicht nur dem Klima zugutekommen, sondern durch weniger Lärm und Abgase auch allgemein zu mehr Lebensqualität in Dresden beitragen. Des Weiteren sollen die Bürger Dresdens durch das Projekt über den Zustand informiert werden. Ziel ist, dass diese selbst aktiv werden und Anfragen an Stadträte und Ortsämter stellen. Informationen und Wissen könnten an den richtigen Stellen etwas bewegen, so der ADFC.

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Ein weiterer Anlass für die Gründung der Initiative war die Absegnung des Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Dresden im Frühling des vergangenen Jahres. Ziel dieses Radverkehrskonzeptes ist es, einen Rahmen für die Förderung des Alltags- und des touristischen Radverkehrs zu geben. Bis 2025 soll es vollständig umgesetzt werden. Radwatch Dresden dokumentiert dieses Vorhaben der Stadt.

Ob es zu Verbesserungen der Mängel kam oder nicht, ermitteln die Aktivisten selbst. Bisher wurden jedoch nur etwa 15 von 447 „Baustellen“ optimiert. Mit der Umsetzungsgeschwindigkeit sind die Aktivisten bisher nicht zufrieden, so Nils Larsen, Vorstandsmitglied im ADFC Dresden. Allerdings haben Anfang 2018 sieben neue Radverkehrsplaner ihren Dienst in der Stadtverwaltung aufgenommen. „Wir haben große Hoffnung, dass die Geschwindigkeit der Umsetzung bald sprunghaft steigt, wenn die ersten Pläne baureif sind“, kommentiert Larsen. Inzwischen hat die Stadtverwaltung selbst eine ähnliche Karte im Themenstadtplan veröffentlich.

Des Weiteren postet die Initiative Geschichten radfahrender Dresdner auf Social Media Accounts. Diese sollen auf das Geschehen und die eher stockende Umsetzung aufmerksam machen.

Von Merle Bohlen

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