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Erkrankung

Prozess gegen Mitglieder der Freien Kameradschaft vor Beginn abgebrochen

Der Angeklagte Andre M. erschien nicht zur Verhandlung

Der Angeklagte Andre M. erschien nicht zur Verhandlung

Dresden. Der Prozessauftakt gegen vier mutmaßliche Mitglieder der Freien Kameradschaft Dresden ist am Dienstag vorerst geplatzt. Der Angeklagte Andre M. erschien nicht zur Verhandlung, sondern schickte 20 Minuten vor Prozessbeginn eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an das Landgericht. Danach ist er bis 26. Oktober krank geschrieben. Der ausstellende Arzt bescheinigte dem Angeklagten eine akute Erkrankung, zudem sei er nicht reisefähig. Es bestehe außerdem Infektionsgefahr.

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Da eine Arbeitsunfähigkeit nicht zwingend mit Verhandlungsunfähigkeit gleichzusetzen ist, will die Kammer nun prüfen, ob Andre M. doch verhandlungsfähig ist.

Angeklagt sind insgesamt vier Männer im Alter zwischen 29 und 34 Jahren, unter anderem wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Bis auf einen 32-Jährigen sind alle auf freiem Fuß.

Die beschuldigten Dresdner sollen bei rechtsextremen Krawallen vor Asylunterkünften Polizisten attackiert, am Überfall auf ein linksalternatives Dresdner Wohnprojekt und an Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz beteiligt gewesen sein.

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Es ist das dritte Verfahren gegen mutmaßliche „Freie Kameraden“. Die Kammer hat bis Ende Juni 2019 insgesamt 46 Verhandlungstage geplant. Im Zuge der Ermittlungen gegen die Neonazi-Gruppe waren zwei Männer im August 2017 zu Freiheitsstrafen verurteilt worden, in einem Fall war die Revision zum Teil erfolgreich. Seit Mitte September 2017 läuft ein weiterer Prozess gegen fünf junge Männer und eine Frau.

Von ml mit dpa

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