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Dresden

Preis für Bio-Bahnhof in Klotzsche

Bio-Bahnhof Klotzsche

Bio-Bahnhof Klotzsche

Dresden. Gerhard und Bernhard Probst sind für ihr Mammutprojekt – die Sanierung des ruinösen und unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofes Klotzsche und dessen Neugestaltung zu einem Gourmetbahnhof – ausgezeichnet worden. Der Fahrgastverband Pro Bahn verlieh den Akteuren den Fahrgastpreis 2019.

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Vorwerk Podemus Inhaber Bernhard Probst (2. v.l.) und Koch in der Bio-Bahnhofswirtschaft Dennis Schulze (3. v.l.) bei der Preisverleihung am 22. März 2019 in Chemnitz

Vorwerk Podemus Inhaber Bernhard Probst (2. v.l.) und Koch in der Bio-Bahnhofswirtschaft Dennis Schulze (3. v.l.) bei der Preisverleihung am 22. März 2019 in Chemnitz

Insgesamt wurden acht Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in vier Kategorien geehrt. Der Verband honoriert damit deren herausragendes Engagement für den öffentlichen Verkehr. „Wo sich Politik und das Privatunternehmen Deutsche Bahn aus der Verantwortung gezogen haben, haben unsere Preisträger selbst angepackt, jeder auf seine Art“, so Laudator Detlef Neuß auf der Verbandsversammlung am 22. März in Chemnitz.

Lage schien lange hoffnungslos

Die Lage für den Klotzscher Bahnhof schien lange hoffnungslos. Es gab zwar mehrere Pläne hinsichtlich der Nutzung, die aber aus unterschiedlichen Gründen nie Wirklichkeit wurden.

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Ohne öffentliche Mittel saniert

Schließlich kaufte Familie Probst das Gebäudeensemble mit umliegendem Grundstück, steckte über eine Million Euro in die denkmalgerechte Sanierung und den Umbau. „Es ist der einzige Dresdner Bahnhof, der ohne öffentliche Mittel saniert wurde“, hatte Bauherr Gerhard Probst im Dezember 2016 gegenüber DNN betont. Denn da eröffnete sein Bruder, der Bio-Landwirt Bernhard Probst, im Bahnhof schließlich eine Biomarkt-Filiale des Vorwerkes Podemus und eine Bio-Bahnhofswirtschaft.

Die Terrasse der Bio-Bahnhofswirtschaft im Bahnhof Klotzsche.

Die Terrasse der Bio-Bahnhofswirtschaft im Bahnhof Klotzsche.

„Die Umsteiger zum Flughafen und den Regionalbussen sind dankbar, dass sie nicht mehr in der Kälte sondern in gastlicher Umgebung warten können, viele Spaziergänger kehren vor oder nach ihrem Ausflug in die Heide in der Bahnhofswirtschaft ein“, so Bernhard Probst. „Und natürlich kommen viele Klotzscher regelmäßig zum Einkauf und auf einen Imbiss am Bahnhof vorbei. Auch Kindergeburtstage und Familienfeiern durften wir schon in der Bahnhofswirtschaft beherbergen.“ Des Weiteren seien Kochkurse im Angebot.

Von Catrin Steinbach

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