Neue Präventionsreihe

Polizei will mit Rollenspielen Sicherheitsgefühl der Dresdner stärken

Polizist Jan Wittmann übt mit Teilnehmern in einer „Straßenbahn“, wie sie richtig helfen können.

Polizist Jan Wittmann übt mit Teilnehmern in einer „Straßenbahn“, wie sie richtig helfen können.

Dresden. Eine junge Frau sitzt in der Straßenbahn, ein Mann setzt sich ihr gegenüber. Er rutscht ein Stück näher an sie heran. Sie fühlt sich unwohl und blickt zum Fenster. „Falsch“, ruft Polizei-Hauptmann Jan Wittmann. „Wegschauen ist ein falsch angewöhnter Reflex“, sagt der Polizist und lässt das Rollenspiel weiterlaufen. Jetzt steht die Frau auf, drängt sich an dem Mann vorbei zur Tür der Straßenbahn. „Richtig wäre, sich an die Wand zu stellen, so dass sie den Überblick behält, eventuell Hilfe holen kann und es unmöglich ist, sich ihr von hinten zu nähern“.

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Ab November bietet die Polizei für alle Interessierten das neue, interaktive Präventionsangebot „Wissen bringt Sicherheit“ an. Obwohl die Kriminalstatistik rückgehende Straftaten verzeichnet, bemerkt die Dresdner Polizei ein Verschlechterung des eigenen Sicherheitsgefühls bei den Dresdnern. „Unser strategisches Ziel ist es, mit der neuen Veranstaltungsreihe das subjektive Sicherheitsgefühl der Dresdner zu stärken“, sagt Polizeipräsident Horst Kretzschmar.

Den Auftakt macht die rund 90-minütige Veranstaltung „Sicher durch Dresden – Körpersprache und Verhaltenstraining“ am 1. November in der Polizeidirektion an der Schießgasse. Um 18 Uhr können Interessierte bei Rollenspielen und kleinen Experimenten zum Beispiel erfahren, wie sie ihr Auge für eine nützliche Täterbeschreibung im Ernstfall schulen. „In Dresden gibt es nach Zeugenaussagen genau einen Täter. Er trägt eine dunkle Jacke und Turnschuhe“, berichtet Wittmann aus seinen Erfahrungen. Wichtig sei hingegen, auf Schmuck oder eventuell Tattoos zu achten, empfiehlt Wittmann. Außerdem wird Thema sein, wie man richtig hilft und sich selber schützt.

„Wir haben bewusst keine Zielgruppe definiert, denn das Angebot soll für alle offen sein“, sagt Hendrik Schlicke von der Dresdner Polizei. Der Raum ist vorerst für 60 bis 80 Personen pro Veranstaltung ausgelegt, kann aber bei Bedarf vergrößert werden. Nach der Auftaktveranstaltung wird es am 12. Dezember mit Rollenspielen und Infos zum Thema „Neuerungen im Verkehrsrecht“ geben. „Danach sollen weitere Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen, wie Wohnungseinbruch, Cybermobbing, Drogen oder Radverkehr folgen“, erklärt Heike Matschke von der Dresdner Polizei, die das neue Präventivangebot maßgeblich mitentwickelt hat.

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Mit einer sinkenden Kriminalitätsrate gehört Dresden zu den sichersten Großstädten in Deutschland. Mit Hilfe des neuen Präventionsprogramms sollen sich die Dresdner nun auch sicherer fühlen.

Die Anmeldung für die Veranstaltungen ist unter der Nummer 65 24 36 90 oder per Mal an wissen-bringt-sicherheit.pd-dresden@polizei.sachsen.de möglich

Von Tomke Giedigkeit

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