Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Kriminalitätsstatistik

Polizei: Pieschen ist in Dresden ein ruhiges Pflaster

Symbolbild.

Symbolbild.

Dresden.Pieschen ist ein ruhiges Pflaster. So sieht das zumindest Berit Gabriel, Leiterin des Reviers Dresden-West, mit Blick auf die Kriminalstatistik des Stadtbezirks. Am Dienstag hat sie ihre Einschätzung dem Stadtbezirksbeirat Pieschen mitgeteilt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Kriminalität unter Dresdner Schnitt

Die etwa 180 Mitarbeiter des Reviers, das als das einzige der vier Dresdner für Bereiche beiderseits der Elbe zuständig ist, müssen vor allem auf der Altstädter Elbseite eingreifen. "Wir haben in der Friedrichstadt viel zu tun, hier ist es dagegen ein ruhiger Bereich", sagt Polizeirätin Gabriel über den Stadtbezirk Pieschen. 2018 habe es dort mit 3477 Straftaten noch einmal deutlich weniger gegeben als noch im Jahr davor (4205). Die Häufigkeitszahl bewegt sich mit 6435 Straftaten auf 100 000 Einwohner deutlich unter dem Dresdner Gesamtschnitt, der bei 8919 liegt.

Gewaltkriminalität auf dem Vormarsch

Was nicht heißt, dass es keine Probleme gäbe. Die 40-jährige Gabriel nennt vor allem die Gewaltkriminalität. 86 Fälle bedeuteten gegenüber 2017 einen Anstieg um sieben Fälle – die Masse machen laut der Revierleiterin häusliche Gewalt aus. Das eine Tötungsdelikt, das es 2018 im Stadtbezirk gegeben hatte, sorgte gleich bundesweit für Schlagzeilen. Der 33-jährige Robert K. hatte im Mai 2018 seine 75-jährige Nachbarin erstochen und sich dann nach einer nervenaufreibenden Belagerung durch die Polizei in der Königsbrücker Heide umgebracht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Rückgang bei Drogendelikten

Bei den Drogendelikten gibt es einen Rückgang und eine Verlagerung zur Einstiegsdroge Cannabis. Von den insgesamt 140 Fällen machten allein 74 Cannabis-Konsum aus, Crystal spielte 28 Mal eine Rolle – ein deutlicher Rückgang um 15 Fälle. Gabriel mahnt allerdings einen vorsichtigen Umgang mit diesen Zahlen an. Drogenkriminalität ist ein Kontrolldelikt – rückt die Polizei den Drogendealern und Rauschgiftkonsumenten nicht auf die Pelle, tauchen derartige Fälle gar nicht auf den Ermittlungsbögen auf. Dealer und Drogensüchtige zeigen sich schließlich selten gegenseitig an.

Erfreulich: Mit 48 gestohlenen Autos weist die Kriminalitätsstatistik in dieser Sparte den geringsten Stand seit 2014 aus. 35 Einbrüche hat es 2018 im Stadtbezirk gegeben. Die Straßenkriminalität ging von 915 Fällen im Jahr 2017 auf 807 zurück.

Von uh

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.