Böhnischplatz

Parkplätze halbiert, Kosten verdoppelt

Gegenwärtig ist der Bönischplatz nicht viel mehr als ein großer, gepflasterter Parkplatz.

Gegenwärtig ist der Bönischplatz nicht viel mehr als ein großer, gepflasterter Parkplatz.

Dresden. Die Stadtverwaltung will ab März 2020 den Bönischplatz in Johannstadt umbauen. Seit 2015 werden die Umbaupläne für den zentralen Platz an der Pfotenhauerstraße diskutiert. Die Verwaltung beteiligte die Bürger an dem Vorhaben, die sich für mehr Grün, Sitzgelegenheiten und vor allem ein Plus an Verkehrssicherheit ausgesprochen haben. Gegenwärtig ist der Bönischplatz nicht viel mehr als ein großer, gepflasterter Parkplatz.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wie viele Stellplätze der Platz bietet, lässt sich schwer ermitteln. Markierte Parkbuchten gibt es nicht. Die Verwaltung schätzt, dass bis zu 90 Fahrzeuge auf den Platz passen. Das wird nach dem Umbau anders sein. Etwa die Hälfte der Stellflächen werden wegfallen, damit die Wünsche der Anwohner umgesetzt werden können.

Die Kosten für den Umbau haben sich von ursprünglich geplanten 800 .000 Euro mit jetzt geschätzten 1,75 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Platz muss inklusive des Einstiegsbauwerks in das Abwassernetz der Stadtentwässerung höhergelegt werden, das begründet die hohen Kosten. Deshalb muss der Stadtrat die Umbaupläne bestätigen. Die Verwaltung bereitet gegenwärtig eine entsprechende Vorlage vor. Die Genehmigungsplanung sei abgeschlossen.

Neben 14 neuen Bäumen und einem Trinkbrunnen soll der Platz auch 20 Fahrradbügel und einen Mobilitätspunkt erhalten. Drei Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge werden errichtet. Der Stadtbezirksbeirat Altstadt nahm am Dienstagabend die Umbaupläne zur Kenntnis. Stadtbezirksamtsleiter André Barth zeigte sich irritiert darüber, dass zunächst keine Ladesäule für Elektrofahrzeuge geplant ist. „Wenn wir die Elektromobilität fördern wollen, müssen wir Ladestationen bauen“, erklärte er.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Andrea Schubert (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, der Stadtteilbeirat Johannstadt bemühe sich darum, auf einer privaten Fläche einen Bücherschrank aufzustellen. Ein öffentlicher Bücherschrank scheitere an der Bereitschaft der Ämter der Verwaltung, die Verantwortung dafür zu übernehmen, hieß es.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen