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TU-Campus

Neues Dach für den Trefftz-Bau

Die Arbeiten am Trefftz-Bau dauern bis Oktober.

Die Arbeiten am Trefftz-Bau dauern bis Oktober.

Dresden. Schon vor zehn Jahren war der markante Trefftz-Bau aufwendig saniert und in Teilen umgebaut worden – nun erhält das denkmalgeschützte Hörsaalgebäude am Zelleschen Weg auch noch ein neues Dach. Bereits Anfang April waren an dem Bau im Herzen des Dresdner Campus die Gerüste aufgestellt worden, bis Oktober wollen die Bauleute das komplette Dach sa­nieren. Ein Vorhaben, in das der Freistaat eigenen Angaben zufolge etwa 1,3 Millionen Euro steckt.

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Mit viel Aufwand war das zwischen 1953 und 1955 nach Plänen der beiden bekannten Dresdner Ar­chitekten Heinrich Rettig und Walter Henn errichtete Hörsaalgebäude von 2007 bis 2009 erneuert worden. Das Dach ließen die Bauarbeiter seinerzeit allerdings unan­ge­tastet. „Das war da­mals noch nicht erforderlich“, er­klärt Alwin-Rainer Zipfl, Sprecher des für die Gebäude der Technischen Universität Dresden (TU) zu­ständigen Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Bau­management (SIB).

Interim im Dülfer-Saal

Die Pläne sehen nun vor, bis zum Start des Wintersemesters das Dach zu erneuern. Die beiden Hör­säle im Trefftz-Bau stehen daher über das Sommersemester nicht für den Studienbetrieb zur Verfügung. Das Vor­­haben war jedoch schon lange zuvor eingetaktet worden, wie Al­win-Rainer Zipfl sagt. Als Interim werden stattdessen der Dülfer-Saal an der Dülferstraße und der erst vergangenes Jahr nach seiner Sa­nierung übergebene Heinz-Schönfeld-Hörsaal im Barkhausen-Bau an der Nöthnitzer Straße genutzt.

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Der Trefftz-Bau gehört zu den frühen Arbeiten des 1954 in die BRD ausgewanderten Architekten Walter Henn, der dort für seine Industriebauten berühmt wurde. Die Handschrift von Heinrich Rettig ist derweil öf­ter in Dresden zu finden. Er entwarf un­­ter anderem die flachen Wohnheime am Zelleschen Weg und arbeitete am Barkhausen-Bau mit. Außerdem steckt er mit hinter den fünf markanten Hochhäusern an der Freiberger Straße.

Bei der Sanierung des Trefftz-Baus vor zehn Jahren war die bis dahin verschlossene Ostseite des Gebäudes aufgebrochen worden – womit ein Durchgang vom Hörsaalzentrum kommend hinüber zur Universitätsbibliothek und den daran anschließenden Neubauten entstand. Auch das markante Foyer war offener gestaltet worden. Seine heutigen Namen hatte der Trefftz-Bau 1994 erhalten – und erinnert damit an den in den 1920er Jahren an der Hochschule tätigen Mathematiker und Physiker Erich Trefftz.

Von Sebastian Kositz

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