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Forschungslandschaft

Netzwerk „Dresden-Concept“ sorgt für Exzellenzschub für die TU

Auch die Materialforscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe haben ihren Anteil am Exzellenzerfolg.

Auch die Materialforscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik fester Stoffe haben ihren Anteil am Exzellenzerfolg.

Dresden/Wiesbaden. Die hohe Dichte außeruniversitärer Forschung in der sächsischen Landeshauptstadt hat stark dazu beigetragen, dass die Technische Universität (TU) Dresden in der jüngsten Förderrunde ihren Status als Exzellenz-Universität verteidigen konnte. Das geht aus einer Analyse des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor. Insofern hat sich der Verbund "Dresden-Concept", der die TU mit anderen Instituten vernetzt, für die Uni bewährt.

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Viele um den Standort Dresden

Ein ähnlicher Zusammenhang lasse sich bei allen gekürten Exzellenz-Unis erkennen, teilten die Bundesstatistiker mit: „Ein Blick auf die Standorte der ausgezeichneten Universitäten zeigt, dass sich in deren Umgebung überdurchschnittlich viele andere Forschungsinstitutionen befinden.“

Laut Destatis sind im Umkreis von zehn Kilometern um eine deutsche Uni durchschnittlich zehn außeruniversitäre Forschungs-Einrichtungen zu finden. Rings um Exzellenz-Unis sind es im selben Radius hingegen im Schnitt 27 Institute. Spitzenreiter sind hier die drei Berliner Unis mit 64 Einrichtungen im Umkreis.

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Voll-und Teilinstitute in der Rechnung

In Dresden liegt dieser Wert bei 27. In der Destatis-Rechnung werden allerdings nur Vollinstitute mitgezählt, während in Dresden auch recht viele Teilinstitute tätig sind. Zudem gibt es in der sächsischen Landeshauptstadt kaum Konzernzentralen mit eigenen privaten Forschungsabteilungen vor Ort. In diesem Punkt hat Dresden noch viel Nachholbedarf zu den anderen Exzellenzstandorten.

Angesiedelt haben sich in der sächsischen Landeshauptstadt dagegen vor allem viele Institute der großen Forschungsgesellschaften. Darunter sind vier Max-Planck-Institute und -Zentren, elf Fraunhofer-Institute und -einrichtungen, drei Leibniz-Institute, eine Senckenberg-Sammlung, ein Helmholtz-Zentrum, ein DLR-Zentrum sowie einige Privatinstitute.

Aufgaben des Netzwerks gewachsen

28 von ihnen haben sich im Verbund „Dresden-Concept“ zusammengeschlossen. Entstanden war dieses Netzwerk ursprünglich im Jahr 2010, um die erste Exzellenz-Bewerbung der TU Dresden zu unterstützen. Inzwischen sind die Aufgaben dieses Verbundes gewachsen.

Die zusammengeschlossenen Wissenschaftler und Künstler arbeiten zum Beispiel an gemeinsamen Projekten, teilen sich in teure Analysegeräte hinein, organisieren internationale Konferenzen und kooperieren in der Ausbildung.

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Mit dem jüngsten Exzellenzzuschlag erntet Dresden insofern auch die Früchte der Wissenschaftspolitik früherer Dekaden: Schon in den 1990ern hatte sich die sächsische Regierung im Ländervergleich überdurchschnittlich stark für die Ansiedlung von Fraunhofer, Planck & Co. stark gemacht – auch wenn dies einige Kosten für den Freistaat mit sich brachte.

Von Heiko Weckbrodt

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