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Landesamt kündigt an

Natur- und Umweltschule Dresden muss zum Schuljahresende schließen

Proteste vergebens: Die Natur- und Umweltschule muss schließen.

Proteste vergebens: Die Natur- und Umweltschule muss schließen.

Dresden. Die Natur- und Umweltschule Dresden (NUS) muss den Schulbetrieb mit Ablauf des Schuljahres 2017/2018 einstellen. Das hat das Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden, auf Anfrage der DNN mitgeteilt. „Nunmehr steht fest, dass die Schule keine Genehmigung erhalten wird. Gleichzeitig läuft die von uns ausgesprochene Duldung aus“, erklärte Petra Nikolov, Sprecherin der Behörde.

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Das Landesamt werde den Eltern ein zeitnahes Angebot in ihrem Schulbezirk unterbreiten. „Dabei steht das Wohl jedes Kindes im Vordergrund“, erklärte die Sprecherin.

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte in einem vergangene Woche veröffentlichten Urteil festgestellt, dass der Trägerverein „Verbund Sozialpädagogischer Projekte“ keinen Anspruch auf Genehmigung der NUS als staatlich anerkannte Ersatzschule hat. Es bestehe kein besonderes pädagogisches Interesse am Betrieb der NUS (DNN berichteten).

Die Grünen-Stadtratsfraktion äußerte am Montag ihr Bedauern und Unverständnis über das Urteil. Ihr sei kein nachvollziehbarer Grund für den Entzug der „Betriebserlaubnis“ bekannt, erklärte Grünen-Bildungspolitikerin Ulrike Caspary. Die NUS sei eine Bereicherung für Dresden.

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Die Grünen stünden für eine Vielfalt in der Bildungslandschaft. „Wir werden uns weiterhin für die NUS einsetzen“, kündigte Caspary an. Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Löser erklärte, Sachsen brauche innovative Schulkonzepte. „Bildung in und an der Natur muss doch 2018 selbstverständlich sein“, so der Fraktionsvorsitzende.

Auch der Paritätische Wohlfahrtverband Sachsen bedauerte das Urteil. „Das jahrelange Engagement von Eltern, Schülern und Lehrern für eine naturnahe Pädagogik scheint vergebens gewesen zu sein“, hieß es in einer Mittelung des Dachverbandes für Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen in der Wohlfahrtspflege.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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