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Gerichtsbericht

Messerattacke an der Fritz-Löffler-Straße – Niemand kann sich erinnern

Das Gericht stellte das Verfahren vorläufig ein (Symbolbild).

Das Gericht stellte das Verfahren vorläufig ein (Symbolbild).

Dresden.„Das weiß ich nicht mehr“. Dieser Satz war am Dienstag im Prozess gegen einen Studenten wegen gefährlicher Körperverletzung oft zu hören – vom Angeklagten, dem Opfer, den Zeugen. Kein Wunder, die Sache ist dreieinhalb Jahre her und alle Tatbeteiligten hatten getrunken.

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Fakt ist, dass es am 27. Februar 2016 gegen 4 Uhr eine Auseinandersetzung an der Fritz-Löffler-Straße zwischen einem 32-Jährigen und drei 19 und 20 Jahre alten Studenten kam. Der 32-Jährige hatte danach drei Messerstiche im Rücken und musste notoperiert werden. Der Angeklagte hatte schwere Schnittverletzungen am Finger.

„Ich hatte Todesangst um ihn“

Nur warum es dazu kam, konnte nicht geklärt werden. Die Studenten können sich nur bedingt, das Opfer an gar nichts erinnern, nur, dass er im Krankenhaus wach wurde. Der Mann war mit seinen Verletzungen noch zum Bahnhof gelaufen um mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Die Studenten riefen die Polizei, die den 32-Jährigen in die Klinik bringen ließ.

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Sie seien auf dem Heimweg gewesen, da habe der Mann – 1,92 Meter groß, 126 Kilo schwer – zwei von ihnen plötzlich von hinten umgestoßen, dann den Dritten angegriffen und zu Boden gebracht, sagten sie aus. „Der saß auf meinem Freund, attackierte ihn, hatte seine Hände an dessen Kopf und Hals. Ich hatte Todesangst um ihn, habe mein Messer genommen und zugestochen“, erklärte der Angeklagte. Dabei verletzte er sich selbst. Seine Anwältin sah darin eine Notwehrsituation.

Das Gericht stellte das Verfahren vorläufig ein. Der Student muss sich um einen Täter-Opfer-Ausgleich kümmern.

Von Monika Löffler

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