Landgericht Dresden

Mann muss nach Tötung seiner Ehefrau 13 Jahre ins Gefängnis

Symbolfoto

Dresden. Ein 61 Jahre alter Mann hat in Dresden seine Ehefrau (77) erschlagen und muss dafür für 13 Jahre hinter Gitter. Das Dresdner Landgericht verurteilte den Taxifahrer am Donnerstag allerdings nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags. Er hatte am 17. Juni dieses Jahres seine schlafende Frau mit neun Hammerschlägen getötet und das im Prozess auch zugegeben. Die Frau starb an einem Schädelbasisbruch. Nach eigenem Bekunden hatte sich der 61-Jährige nach der Tat mit Tabletten selbst das Leben nehmen wollen.

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Als Grund gab er Verzweiflung angesichts finanzieller Probleme an. Er habe so gehandelt, um seine Frau zu schonen. Sie soll zwar von den Schwierigkeiten gewusst haben, aber nicht vom Ausmaß der Schulden. Vor Gericht offenbarte er, an Spielsucht zu leiden und schon seit Monaten nicht mehr seine Miete bezahlt zu haben. Das örtliche Energieunternehmen habe angekündigt den Strom abzudrehen.

Seinen Arbeitsplatz verlor er, weil er sich an der Firmenkasse vergriffen hatte. Als er 1500 Euro an das Unternehmen zurückzahlen sollte, habe er Angst vor einem Strafverfahren gehabt, gab der 61-Jährige an. Seine wesentlich ältere Frau war Rentnerin und zuvor lange arbeitslos. Der Mann stammt aus Nordrhein-Westfalen, war aber bereits 1992 nach Dresden gezogen. Seine Verteidigung hatte 13 Jahre wegen Totschlags gefordert, die Staatsanwaltschaft wollte ihn wegen Mordes lebenslang im Gefängnis sehen.

dpa

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