Dresden-Pieschen

LKA durchsucht Wohnung von IS-Unterstützerin

Symbolbild.

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Dresden. 50 Polizisten haben am Donnerstagmorgen die Wohnung einer mutmaßlichen IS-Unterstützerin in Dresden-Pieschen durchsucht. Die 36-jährige Syrerin steht im Verdacht, eine terroristische Vereinigung im Ausland zu unterstützen sowie Mitglieder und Unterstützer für diese terroristische Vereinigung anzuwerben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mit. „Es besteht der Verdacht, dass die Beschuldigte seit ihrer Einreise in das Bundesgebiet Ende 2015 Propagandatätigkeiten für die terroristische Vereinigung ,Islamischer Staat – IS –’ entfaltet und in den sozialen Medien um Mitglieder oder Unterstützer dieser Vereinigung wirbt“, heißt es.

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Bei der Durchsuchung waren etwa 50 Beamte des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes und der Bereitschaftspolizei beteiligt. Sie stellten mehrere Mobiltelefone und Bankunterlagen sicher, die nun ausgewertet werden. Die Vorwürfe wiegen aber nicht schwer genug, um die Beschuldigte zu verhaften, teilte Oliver Möller, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, mit. Sie befinde sich weiter auf freiem Fuß. Weitere Durchsuchungen seien in Dresden vorerst nicht geplant, hieß es auf Nachfrage. Das weitere Ermittlungsverfahren führt das PTAZ.

Die Durchsuchung in Dresden stehen in Zusammenhang mit einer Festnahme in Plauen. Dort haben Spezialkräfte der Bundespolizei einen 22-Jährigen als mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz IS festgenommen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft steht der Syrer im dringenden Verdacht, in zwei Fällen um Mitglieder oder Unterstützer für den IS geworben zu haben. Außerdem soll er mehrfach Gewaltdarstellungen öffentlich zugänglich gemacht haben.

Nach Angaben des Generalbundesanwalts hatte sich der Beschuldigte selbst als „Medientätiger“ bezeichnet. In dieser Funktion habe er seit September 2017 zahlreiche Propagandaveröffentlichungen des IS sowie eigene Äußerungen in öffentlich zugänglichen Chatgruppen des Messengerdienstes WhatsApp eingestellt, die er teilweise selbst als Administrator betrieben habe.

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„Zwei Veröffentlichungen enthielten konkrete Handlungsanweisungen, wie eine Beteiligung am IS erfolgen sollte“, hieß es. Darüber hinaus habe der Beschuldigte umfangreiche Bild- und Videodateien zugänglich gemacht, die den Angaben zufolge unter anderem Propagandamaterial des IS mit grausamen Folter- und Hinrichtungsszenen von Gefangenen enthielten. Die Wohnung des 22-Jährigen in Plauen wurde durchsucht.

Von uh mit dpa

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