Parkhausbesitzer verspricht

Kühlhaus-Relief vor der Rückkehr nach Dresden

Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt das Kühlhaus-Relief zurück in die Friedrichstadt.

Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt das Kühlhaus-Relief zurück in die Friedrichstadt.

Dresden. „Wir arbeiten daran“, sagt Steinmetz Roland Friebolin. Mehr als 13 Jahre lang hat er die Teile des Kühlhaus-Reliefs von der Weißeritzstraße auf seinem Betriebsgelände in Zittau gelagert. Jetzt sind er und seine Mitarbeiter beschäftigt, das vier mal sieben Meter große Kunstwerk zu rekonstruieren. „Wir müssen ein paar Teile nachfertigen, die beim Abriss zerstört wurden. Aber das bekommen wir hin.“

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Parkhaus wird erweitert

Jahrelang verstaubten die Relief-Teile in Zittau. Jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit. „Wir sind zuversichtlich, das Relief noch dieses Jahr aufzustellen“, erklärt Jonas Vollmer, Mitgesellschafter der Parkhaus Mitte GbR. Das Unternehmen hatte 2005 das Kühlhaus an der Weißeritzstraße abreißen lassen und an dieser Stelle das Parkhaus mit rund 480 Plätzen errichtet.

Bedingung für das Projekt: Das Relief, es zeigt das Logo des ersten Fünfjahresplanes der damaligen DDR , erhält einen Platz im Umfeld des Parkhauses. Bei den Abrissarbeiten ging das Kunstwerk jedoch zu Bruch, landete in Zittau und verstaubte. Das Kultur- und Denkmalamt trat zwar regelmäßig in Kontakt mit den Parkhaus-Gesellschaftern. Es tat sich aber nichts.

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Das Parkhaus, hier aus Richtung der Bahnschienen fotografiert, soll erweitert werden

Das Parkhaus, hier aus Richtung der Bahnschienen fotografiert, soll erweitert werden.

Jetzt wird alles anders. Laut Vollmer soll das Parkhaus erweitert werden. Die Baugenehmigung liegt vor, Mitte März werden die Bauarbeiter anrücken. Zwei Halbebenen in Richtung Bahndamm und eine Halbebene zur Weißeritzstraße soll das Parkhaus höher werden. Dadurch entstehen rund 130 zusätzliche Parkplätze.

„Der Bedarf ist da, die Friedrichstadt entwickelt sich sehr gut“, erklärt Vollmer. Immer mehr Parkplätze würden an Dauerparker vergeben, Mitarbeiter der umliegenden Büros, aber auch Anwohner würden großes Interesse zeigen. „Sie können ihr Auto bei uns sicher unterstellen. Mit der Aufstockung können wir die Nachfrage bedienen“, so Vollmer.

22 Tonnen schwer

Die Aufstockung gibt es aber nur gegen Aufstellung des Reliefs. „Wir müssen neue Fundamente und ein neues Tragwerk errichten“, weiß der Mitgesellschafter. Etwa 100.000 Euro würden die Arbeiten kosten. „Wir haben uns dazu bekannt, das Relief zu zeigen und stehen zu unserer Zusage“, erklärt er. Das Kunstwerk werde in vier Metern Höhe fast an der Stelle angebracht, an der es bis 2005 zu sehen war – an der Ecke zur Magdeburger Straße mit einer eigenen Konstruktion.

Am Kühlhaus war das Relief mit Stahlträgern in der Fassade verankert. Es wiegt immerhin 22 Tonnen. „Insofern war es ein Ding der Unmöglichkeit, es in die Fassade des Parkhauses zu integrieren“, erklärt Vollmer. Die finalen Abstimmungen mit dem Denkmalamt würden laufen. Und Friebolin und seine Mitarbeiter leisten in der Zwischenzeit ganze Arbeit. „Einen Monat werden wir noch brauchen, dann ist alles fertig“, sagt der Steinmetzmeister. Und das Relief erstrahlt in neuem Glanz – gereinigt und zusammengefügt. Auf dass es seinen Weg zurück nach Dresden findet.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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