Dresden

Körnerweg wird ab Montag saniert – auf 75 Metern

Die Holperpiste Körnerweg wird ab Montag auf 75 Metern saniert.

Die Holperpiste Körnerweg wird ab Montag auf 75 Metern saniert.

Dresden. Nun also doch: Ab Montag soll der unter Radfahrern als Holperpiste gefürchtete Körnerweg einen neuen Belag erhalten. Zwar nur auf 75 Metern, aber schon das ist angesichts der Vorgeschichte ein Erfolg. Die etwa 250 000 Euro teuren Sanierungsarbeiten auf dem rechtselbischen Elberadweg waren seit 2016 mehrfach angekündigt, aber immer wieder verschoben worden. Hauptursache laut Verwaltung: Das Material für den Belag musste eigens hergestellt werden, was sich offenbar nicht so einfach bewerkstelligen ließ. "Aufgrund von Musterungsterminen, der Änderung des einzubauenden Sandsteinpflasters sowie Produktions- und Lieferschwierigkeiten verzögerte sich der Bauablauf", heißt es. Die aufwendige Pflasterherstellung ist auch der wesentliche Grund für den hohen Preis des Ausbaus, der allerdings zum größten Teil mit Mitteln der Flutschadensbeseitigung bezahlt wird.

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Der denkmalgeschützte Körnerweg bereitet seit Jahren Kopfzerbrechen. Zuerst versuchte man eine Sanierung des Sandsteinwegs mit zu rauem Material – was die Verhältnisse noch verschlechterte. ""Die erste Version bruchrauer Sandsteine wies zu hohe Unebenheiten auf, war teilweise schlechter zu befahren als das vorhandene Material", musste Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts, im Ortsbeirat Loschwitz einräumen. Der nächste Versuch schlug zu sehr in die andere Richtung aus. Die mit geschnittenem und gestocktem Sandstein gepflasterte Fläche geriet zu glatt, so dass vor allem bei Regen oder Laubfall erhöhte Sturzgefahr geherrscht hätte. Jetzt gibt es den lange angekündigten dritten Versuch, der einen Mittelweg darstellt.

Bis Mitte Mai soll dieser „gekrönelte Sandstein“, also Sandsteinpflaster mit Noppen, voraussichtlich verlegt werden. Zugleich wird auf den 75 Metern Baulänge die denkmalgeschützte Elbeböschung auf einer Breite von 1,50 Meter an den Körnerweg angepasst. Die ebenfalls geschützte Stützwand wird vor dem Einbau des Pflasters mit Betonelementen gesichert.

In der Bauzeit ist der betroffene Abschnitt sowohl für den Rad- als auch für den Fußgängerverkehr gesperrt. Die Umleitung für Fußgänger erfolgt in beiden Richtungen über Heilstättenweg/Schevenstraße und Schillerstraße. Der Radverkehr wird ab der Waldschlößchenbrücke und am Körnerplatz auf den linksseitigen Elberadweg umgeleitet.

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Nach fertiger Sanierung will man im Straßen- und Tiefbauamt die Reaktionen der Körnerwegsbenutzer abwarten und anschließend über die Sanierung der restlichen gut 500 Meter entscheiden. Diese werde aller Voraussicht nach in weiteren Abschnitten und nicht als Ganzes geschehen, so dass der Körnerweg noch lange Zeit für Schlagzeilen sorgen wird.

Von Uwe Hofmann

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