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Dresden-Klotzsche

Königsbrücker Landstraße soll zwei Straßenbahngleise erhalten

Der Käthe-Kollwitz-Platz (l.) soll zum Mobilitätspunkt werden. Anwohner kritisieren vor allem die oft verstopfte Kreuzung mit der Langebrücker Straße (r.).

Der Käthe-Kollwitz-Platz (l.) soll zum Mobilitätspunkt werden. Anwohner kritisieren vor allem die oft verstopfte Kreuzung mit der Langebrücker Straße (r.).

Dresden.Platz für alle und schön aussehen soll es auch noch – so in etwa lässt sich der Anspruch beschreiben, mit dem Stadtverwaltung und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) an die Sanierung der Königsbrücker Landstraße in Klotzsche gehen. Viel Platz ist in dem etwa 1,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße jedoch nicht, um den es bei einem Infoabend am Montag im Flughafenterminal geht.

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Straßenbahn soll zwei Spuren erhalten

Deshalb hat man im Planungsamt auch schon zwei der insgesamt vier betrachteten Varianten verworfen. Klar ist nun, dass die mit Ausnahme der Haltestellen Käthe-Kollwitz-Plätz und Zur Neuen Brücke eingleisig fahrende Straßenbahn zwei Spuren erhält. Wie etwa auf der Leipziger Straße soll sie sich künftig die Fahrbahnen mit den Autos teilen. Das solle einerseits die Stehzeit an den Haltestellen verkürzen, wo derzeit eine der alle zehn Minuten fahrenden Trams auf eine entgegenkommende warten müsse, wie DVB-Planer Thomas Geßner sagt. „Außerdem sind die Ampeln, die bisher den Verkehr auf dem eingleisigen Stück regeln, störranfällig. Zweigleisig fahre die Linie 7 zuverlässiger.

Genau das ist ein Punkt, den die Klotzscher bezweifeln. Dann müssen halt Bahn und Autos gemeinsam warten, weil sie sich gegenseitig blockieren, wird an diesem Abend mehrfach gesagt. Problem ist dabei weniger die Bahn, sondern der Durchgangsverkehr. Der fahre immer noch nicht über die Grenzstraße und das sei sorge für ein zu hohes Verkehrsaufkommen, so der Tenor.

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Der Käthe-Kollwitz-Platz wird Mobilitätspunkt

13.000 bis 17.000 Autos fahren täglich durch den Ort, daran werde auch die Sanierung wenig ändern, heißt es aus dem Stadtplanungsamt. Dort will man nun zwei Varianten verfolgen, beide kommen ohne größere Eingriffe in die Grundstücke aus. Die erste sieht keine Radstreifen vor, die andere wenigstens dort, wo die Straße ansteigt. Die Gleise müssen dafür jedoch aus der Mitte geschoben werden. Hinzu kommen barrierefreie Haltestellen.

Außerdem geplant: Der Käthe-Kollwitz-Platz soll näher an sein historisches Vorbild herangebracht werden. Zu den dazu geplanten 13 neuen Baumpflanzungen kommen jedoch auch 20 Fahrradstellplätze, ein Taxistand, Ladestationen und einiges mehr – der Platz wird Mobilitätspunkt.

Außerdem plädiert Landschaftsarchitektin Angela Aurin für einen mäßigen Eingriff in die Grundstücke: die derzeit zumeist zu Pflasterflächen verkommenen Vorgärten im „Ortszentrum“ zwischen Gertrud-Caspari- und Boltenhagener Straße sollen dem Fußweg zugeschlagen werden, der im Gegenzug mit Baumreihen, Bänken und Parkbuchten ansprechender gestaltet werden könnte.

Hinweise der Anwohner sollen nun noch in die Planung einfließen. Bis zum Bau sei es noch ein langer Weg, heißt es aus dem Stadtplanungsamt. Wenigstens noch fünf Jahre würde es dauern.

Von Uwe Hofmann

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