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Zoo in Dresden

Klares Bekenntnis für neues Orang-Utan-Haus

Orang-Utan Dodi im Dresdner Zoo.

Orang-Utan Dodi im Dresdner Zoo.

Dresden.Klares Bekenntnis zu einem neuen Orang-Utan-Haus für den Dresdner Zoo, aber keine Zustimmung zu einer entsprechenden Petition – das hat der Petitionsauschuss des Stadtrats am Mittwochabend beschlossen. Eine von 78 Dresdnerinnen und Dresdnern unterschriebene Petition forderte den sofortigen Bau eines neuen Orang-Utan-Hauses. Der Ausschuss stellte sie zurück.

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Dresden gebe Geld für moderne Kunst am Neumarkt und für Kunstschnee aus, da könne die Stadt auch den Zoo bedenken. Die weltberühmte Dresdner Orang-Utan-Zucht liege am Boden, die Orang Utans würden unter katastrophalen Lebensverhältnissen dahinvegetieren, heißt es in der Petition. „Da geht es manchem Tier im Tierheim besser. Es ist in unseren Augen eine Schande für Dresden, dass der Zoologische Garten so vernachlässigt wird!“

Stadträtin Anja Apel (Die Linke) erklärte, es sei wohlbekannt, dass die Tiere nicht artgerecht untergebracht wären und ein Neubau dringend erforderlich sei. „Alle Beteiligten sind sich einig: Die nächste Maßnahme im Zoo wird ein neues Orang-Utan-Haus“, erklärte sie. Ein sofortiger Neubau ohne Planung sei ebenso wenig möglich wie ein Baubeginn ohne Finanzierung. Die Kosten für das neue Orang-Utan-Haus müssten in den Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt werden.

Dass daran kein Weg vorbeiführt, macht Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) schon seit Monaten deutlich. Er hat die Kosten für den Neubau im Zoo mit acht Millionen Euro eingepreist. Sie stehen auf einer Liste mit Aufgaben, die die Stadt in den nächsten Jahren unbedingt stemmen müsste. Ein klares Bekenntnis also auch der Verwaltung zum neuen Orang-Utan-Haus, das 2020 übergeben werden könnte. Wenn alles glatt läuft.

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Eine Tierschutzorganisation hatte dem Dresdner Zoo 2017 einen „Negativ-Award“ verliehen und die nach ihrer Meinung „schlimmste Orang-Utan-Haltung in einem europäischen Zoo“ angeprangert.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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