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Bildung

Kinderbetreuung in Dresden stark genutzt

Symbolfoto.

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Dresden.In Dresden waren im vergangenen Jahr rund 53,7 Prozent aller unter 3-jährigen Jungen und Mädchen in der Betreuung in einer Kinderkrippe oder der Kindertagespflege. Bei den 3- bis 6-Jährigen besuchten nach den Zahlen der Stadt 95,8 Prozent einen Kindergarten. Sachsenweit lag der Wert für die älteren Kinder laut Bertelsmann-Stiftung bei 95,6 Prozent und für die kleineren bei 50,5 Prozent, die bundesweiten Werte lagen noch darunter.

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Über dem Bundesdurchschnitt liegt auch die Betreuungsdauer. So werden 62 Prozent aller Betreuten Kinder wöchentlich 45 Stunden und mehr betreut. Bundesweit sind die Werte deutlich geringer. In ganz Sachsen liegen die Werte noch darüber. Das erfordert viel Personal.

Sachsen steht beim Personalschlüssel für die Kinder im Krippenalter nach Einschätzung der Bertelsmann-Stiftung seit langem bundesweit am schwächsten da mit einem Verhältnis von 6,4 Kindern pro Fachkraft. Für Dresden gibt die Stiftung für 2017 einen Wert von 6,3 an. Empfohlen wird von der Stiftung jedoch ein Wert von 1 zu 3. Bei den Kindergärten kommt Dresden auf 12,5, landesweit sind es 13,1 Kinder pro Fachkraft. Die Stiftung empfiehlt ein Verhältnis von 1 zu 7,5.

Die Landeshauptstadt könnte sich erklärtermaßen einen besseren Betreuungsschlüssel vorstellen. Vom Freistaat werden jedoch keine wesentlich besseren Werte gefördert. Der Gesetzgeber legt derzeit als Maßstab für seine Zuschüsse eine Betreuungszeit von neun Stunden an und hat ab 1. September einen Betreuungsschlüssel von einer Fachkraft für fünf Kinder an Krippen und einer Fachkraft für 12 Kinder in Kindergärten festgesetzt. Die Bertelsmann-Stiftung fordert eine bessere Finanzausstattung durch Bund und Länder für die Kinderbetreuung.

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In Dresden wird aktuell versucht, durch die Nutzung verschiedener Förderprogramme der EU und des Bundes vor allem für sozial oder sprachlich benachteiligte Kinder eine bessere Betreuung zu erreichen. Neben den rund 2600 Erzieher-Stellen in der Kinderbetreuung der Stadt werden so weitere 130 Stellen finanziert, die beispielsweise auch mit Logopäden besetzt sind.

Von Ingolf Pleil

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