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Drei Festnahmen

Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe – Festnahmen im Berliner Clan-Milieu

In der Nacht zum 25. November ereignete sich einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre.

In der Nacht zum 25. November ereignete sich einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre.

Dresden.Polizei und Staatsanwaltschaft führen seit Dienstagmorgen in Berlin großangelegte Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe im November 2019 durch. 18 Objekte werden durchkämmt, darunter zehn Wohnungen, Garagen und auch Fahrzeuge.

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Drei dringend Tatverdächtige festgenommen

Drei Tatverdächtige sind von Spezialkräften festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Im Zentrum stehe „die Suche nach den entwendeten Kunstschätzen und möglichen Beweismitteln, wie Speichermedien, Bekleidungsstücken und Werkzeugen“. Bislang seien die Juwelen aber nicht aufgetaucht.

Die gestohlenen historischen Juwelen sind bisher nicht aufgetaucht.

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Die drei Festgenommenen besitzen den Angaben zufolge die deutsche Staatsbürgerschaft und sind dem Berliner Clan-Milieu zugehörig. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen gehören die Männer einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie an, die auch für andere große Straftaten verantwortlich gemacht wird. Dazu zählt der spektakuläre Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum.

Die drei nun Verhafteten sind 23, 23 und 26 Jahre alt und dringend des schweren Bandendiebstahls und der zweifachen Brandstiftung tatverdächtig. Sie sollen noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei weitere Verdächtige sind auf der Flucht. Die Polizei fahndet mit Fotos nach Abdul Majed Remmo (21) und Mohamed Remmo (21).

Polizeisprecher Thomas Geithner erläutert den Einsatz

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1638 Einsatzkräfte sind an der Maßnahme beteiligt, darunter Spezialkräfte des Bundes, aber auch Beamte aus Sachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Berlin ist mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Der Einsatzschwerpunkt liegt in Neukölln, berichtet die Polizei auf Twitter.

In dem Fall hatte es schon mehrere Einsätze in Berlin gegeben. Im September standen Betriebsstätten im Blickpunkt, hier ging es möglicherweise um das Fluchtauto. Zuvor fand die Sonderkommission "Epaulette" Beweismaterial in einem Neuköllner Internet-Café und einer Wohnung. Am Dienstagnachmittag will die Staatsanwalt über die Ergebnisse der derzeitigen großangelegten Durchsuchungen informieren.

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Die Festnahme der Männer sieht der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) auch als Warnzeichen an die Szene. „Niemand sollte glauben, er könne sich über diesen Staat und seine Regeln hinwegsetzen“, erklärte Geisel am Dienstag. „Der Rechtsstaat ist das Maß der Dinge. Er allein setzt die Ordnung durch. Er tut das entschlossener und klüger als manch Krimineller glaubt.“

Die Berliner Polizei habe die Dresdner Kollegen früh mit ihrer Expertise bei den Ermittlungen unterstützt, erklärte Geisel. Auch habe sie sich mit Spezialeinsatzkräften an den Razzien beteiligt. „Wir sind froh, dass bei der Aufklärung eines Kunstraubs ein großer Erfolg geglückt ist“, erklärte der Berliner Innensenator.

Rückblick: So unspektakulär lief der spektakuläre Einbruch

Die Täter gingen an jenem Novembermorgen koordiniert und rasch vor. Sie setzten einen Elektroverteiler in Brand, um die Stromzufuhr zum Museum zu unterbrechen.

Dann stiegen sie unter Gewaltanwendung durch ein vergittertes Fenster ein, zerschlugen mit einer Axt eine Vitrine und nahmen sich zahlreiche der wertvollen historischen Juwelen. Auf der Flucht wechselten sie den Wagen und zündeten das erste Fluchtfahrzeug in einer Tiefgarage an.

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Von fkä mit dpa

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