Staatsanwaltschaft

Jugendhelfer in Dresden angegriffen – Anklage wegen versuchten Totschlags

Der junge Mann soll sich vor dem Landgericht in Dresden verantworten.

Der junge Mann soll sich vor dem Landgericht in Dresden verantworten.

Dresden. Im April soll ein 18-Jähriger in einer Dresdner Jugendhilfe-Einrichtung einen Angestellten angegriffen haben und zwar so heftig, dass der junge Mann jetzt unter anderem wegen versuchten Totschlags angeklagt werden soll. Allerdings ist der Tatverdächtige wohl nur vermindert schuldfähig.

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Was hat sich zugetragen? Der 18-Jährige aus Gambia warf an jenem Morgen zunächst eine Kaffeetasse nach dem Jugendhelfer. Dann richtete er eine Stichflamme, erzeugt mittels Deospray und Feuerzeug, nach dem 45-Jährigen. Nun griff der 18-Jährige zur Schere, versuchte dem Mann in den Bauch zu stechen. Bis dahin konnte das Opfer alle Angriffe abwehren.

Der Verdächtige schweigt

Im anschließenden Gerangel gingen beide zu Boden, der junge Mann versuchte weiter mit der Schere auf den Helfer einzustechen, richtete das Werkzeug laut Staatsanwaltschaft gegen Kopf und Oberkörper des 45-Jährigen – laut Anklage in Tötungsabsicht. Weitere Mitarbeiter überwältigen den 18-Jährigen schließlich. Der Angegriffene verletzte sich durch einen Sturz an der Schulter, konnte sich aber vor der Schere retten.

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Der Beschuldigte wurde noch am Tattag am 21. April festgenommen, befand sich zwei Tage in Untersuchungshaft und wurde dann einstweilig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Aufgrund einer psychischen Erkrankung sei davon auszugehen, dass der Verdächtige die Tat im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen hat, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der 18-Jährige ist geringfügig und nicht einschlägig vorbestraft. Zum Tatvorwurf schweigt er bisher. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Landgericht Dresden.

Von fkä

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