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Ab Dezember im Taschenbergpalais

In der Kutsche durch das barocke Dresden

In Köln ist das TimeRide ein Publikumsmagnet.

In Köln ist das TimeRide ein Publikumsmagnet.

Dresden.In das Dresden zu Zeiten von August dem Starken eintauchen? Kein Problem, sagt der gebürtige Dresdner Jonas Rothe. Ab Dezember sollen die Besucher im Taschenbergpalais die unterschiedlichen Lebenswelten der damaligen Zeit bei einer virtuellen Kutschfahrt als Teil der höfischen Gesellschaft erleben können.

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Was wie ein Hirngespinst klingt, macht hochmoderne Technologie möglich. Rothe hat in Köln mit seiner Firma TimeRide (zu Deutsch: Zeitreise) eine historische Straßenbahn nachgebaut. In diese werden die Besucher gesetzt und erhalten eine spezielle Brille. Während die Straßenbahn leicht vibriert, sehen die Gäste das Köln um die Jahrhundertwende vorbeigleiten. Dreidimensional und lebensecht. Bis zu 10 000 Besucher zählt das Kölner Projekt pro Monat. In Dresden wäre eine Straßenbahn eher fehl am Platz. „Wir werden unsere Gäste in sieben historische Kutschen setzen, die natürlich auch vibrieren.“ Bevor die Besucher in die Kutsche steigen, können sie aber erst einmal in virtuelle Barockkleider schlüpfen und durch Zeitfenster einen Blick in barocke Lebenswelten werfen.

Vor zwei Jahren habe das Unternehmen noch ganz am Anfang gestanden, erklärt Rothe, der sich während seines Kulturmanagement-Studiums immer wieder überlegt hat, wie das Museum der Zukunft aussehen könnte. „Ich bin besonders stolz, in meiner Heimatstadt den zweiten TimeRide eröffnen zu können.“ Für die historische Kulisse sorgt eine aufwendig programmierte Computer-Animation, Höhepunkt wird ein barockes Fest im Zwinger. Der Eintrittspreis wird für Vollzahler 12,50 Euro betragen, kündigte der Geschäftsführer an. Das günstigste ermäßigte Ticket werde sechs Euro kosten.

Rothe hat die TimeRide GmbH 2016 in München gegründet. 2018 wurde es mit dem renommierten Bayrischen Gründerpreis in der Kategorie „Konzept“ ausgezeichnet. Weitere Standorte in Deutschland und Europa würden sich in der konkreten Umsetzung befinden, erklärte der gebürtige Dresdner.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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