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Angebote locken Touristen

IHK Dresden: Kultur spielt Millionen ein

Bei Übernachtungsgästen in und um Dresden stehen Denkmäler und historische Bauwerke wie die Festung Königstein hoch im Kurs.

Bei Übernachtungsgästen in und um Dresden stehen Denkmäler und historische Bauwerke wie die Festung Königstein hoch im Kurs.

Dresden.Die Landeshauptstadt Dresden tut es schon lange – nun hat sich erstmals auch die Industrie- und Handelskammer Dresden an eine Erhebung zum Nutzen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gewagt und das Ergebnis öffentlich gemacht. Das beeindruckende Fazit gleich vorweg: Kultur, Freizeit und Events spielen im Kammerbezirk Dresden Jahr für Jahr über 600 Millionen Euro ein.

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IHK-Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann, der auch Vizechef des Landestourismusverbandes (LTV) ist, spricht von der Branche als wesentlichem „Treiber für den Tourismus. Ihre ökonomischen Effekte gehen weit über die erlösten Eintritte hinaus. Direkte Profiteure sind die Hotellerie und Gastronomie, der Einzelhandel und der Dienstleistungssektor. Einschließlich der Eintrittserlöse summieren sich die Gesamtumsätze auf 618 Millionen Euro im Jahr zuzüglich Kurtaxe, Fremdenverkehrsabgabe und anderen lokalen Instrumenten.“ Hamann attestiert den Einrichtungen auch eine Funktion als „indirekter oder direkter Jobmotor für rund 15 300 Menschen unterschiedlicher Berufsqualifikationen“.

Um auf diese Zahlen zu kommen, hat die Kammer mit der dwif-Consulting GmbH aus München zusammengearbeitet. Denn für die klassische Querschnittsbranche gebe es keine statistischen Kennzahlen, hieß es. Datengrundlage waren Befragungen von 365 Einrichtungen und bei 135 Großveranstaltungen im Sächsischen Elbland, der Oberlausitz, der Sächsischen Schweiz und der Stadt Dresden von Juni bis Juli 2019. Im Kern ging es um Besuchervolumen und Eintrittserlöse.

Der Erhebung zufolge erlösen Kultur- und Freizeiteinrichtungen im IHK-Bezirk Dresden jährlich rund 160 Millionen Euro und haben etwa 20 Millionen Gäste. Dazu kommen weitere 23 Millionen Euro aus Veranstaltungen, die im Schnitt 5,5 Millionen Besucher haben. Theater und Musikhäuser tragen ein Drittel aller Erlöse bei. Bei Übernachtungsgästen stehen Denkmäler und historische Bauwerke hoch im Kurs (27 Prozent), noch mehr aber Sportveranstaltungen (36 Prozent)

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Die Studie belegt auch, dass seit 2014 zwar die meisten Freizeiteinrichtungen im Kammerbezirk instandgesetzt oder modernisiert wurden. Doch vor allem kleinere Einrichtungen hätten mit zu wenig Eigenkapital, fehlender Förderung und Personalmangel zu kämpfen. Digitalisierung und Barrierefreiheit seien fast überall verbesserungswürdig.

Von Barbara Stock

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