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Seebrücke Dresden

Hunderte demonstrieren für Seenotrettung

Zahlreiche Teilnehmer bei der Demonstration für die private Seenotrettung

Zahlreiche Teilnehmer bei der Demonstration für die private Seenotrettung

Dresden. Begleitet von lauter Musik, Sprechchören und Trommelschlägen haben am Sonntagnachmittag hunderte Menschen für die private Seenotrettung demonstriert. Die Initiative „Durchgezählt“ zählte zu Beginn der Veranstaltung zwischen 1300 und 1600 Menschen.

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Die Aktionsgruppe "Seebrücke Dresden" hatte zu der Demonstration aufgerufen. Sie fordern, dass die Seenotrettung sofort wieder aufgenommen werden kann und Schiffe mit Geretteten an Bord in jeden europäischen Hafen einlaufen dürfen. Außerdem sollen langfristig sichere und legale Fluchtwege geschaffen werden.

Auch Spenden für die Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" wurden gesammelt. Deren Schiff liegt derzeit im Hafen von Valetta fest, der Kapitän Claus-Peter Reisch ist von den Behörden angeklagt. Chef Axel Steier sagte am Rand der Veranstaltung, dass seine Organisation derzeit Geld für ein Ersatzschiff sammele, wofür noch rund 250 000 Euro benötigt werden. Kürzlich erreichte TV-Moderator Jan Böhmermann bei einer Spendenaktion eine Summe von 205 000 Euro. Etwa 15 Prozent haben man für Anwaltskosten ausgeben, sagte Steier am Sonntag.

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Seebrücke-Demonstration Dresden

Seebrücke-Demonstration Dresden

Auf der Zwischenkundgebung am Pirnaschen Platz sprachen auch zwei Crewmitglieder der Mission Lifeline: „Wir wurden behandelt wie Kriminelle“. Dennoch lassen sie sich nicht entmutigen: „Wir werden nicht aufgeben. Wir kämpfen weiter für das Recht auf Seenotrettung und lassen uns das Retten nicht verbieten.“

Am Rande der Schlusskundgebung versammelten sich Menschen für einen Flashmob und ließen sich reglos auf dem Wasser Springbrunnen vor dem Kulturpalast treiben. Unter dem Motto „Nass gegen Hass“ soll damit ein Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer gesetzt werden.

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Bereits zwei Tage vor der Demonstration sorgten Rettungsringe im Stadtgebiet für Aufsehen. Sie wurden an verschiedenen Denkmälern auf öffentlichen Plätzen befestigt und sollten auf die Notwendigkeit der Seenotrettung im Mittelmeer aufmerksam machen.

Wie die Polizeidirektion am späten Sonntagnachmittag bestätigte, lief die Demonstration ohne Störungsfälle ab. Das Aktionsbündnis „Seebrücke Dresden“ sprach am Abend von etwa 2000 Demonstranten.

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Von lml/dpa

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