Jugendhilfe

Hoffnung für die Straßenschule der Treberhilfe in Dresden

Symbolbild.

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Dresden. Gute Nachrichten für die Straßenschule der Treberhilfe in Dresden: Das Projekt soll eine Zwischenfinanzierung erhalten, um zunächst bis zum Jahr weiterarbeiten zu können.

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Das Angebot richtet sich an junge Menschen aus problematischen Lebensituationen. Armut, Drogenprobleme, Wohnungslosigkeit – das Spektrum ist breit. In der Straßenschule können die meist 18 bis 25, 26 Jahre alten Personen einen Hauptschulabschluss erlangen und damit möglicherweise doch noch einen geordneten Start ins Leben schaffen. Niemand darf aufgegeben werden, heißt es in der Politik immer wieder.

Projekt passt nicht in Förderschubladen

Doch für die Straßenschule sah es in letzter Zeit schwierig aus. Das Projekt passt nicht recht in die schematischen Vorgaben von Förderprogrammen. So wird seit längerem an einer ämterübergreifenden Lösung gearbeitet und der Träger aufgefordert das Projekt in seine Jugendhilfe-Anteile und die Anteile für den Erwerb des Schulabschlusses zu teilen. Für beide Bereiche gibt es unterschiedliche Verantwortlichkeiten. Da es immer um Geld geht, ist eine Lösung offenbar nicht so einfach.

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Nachdem das Projekt von 2014 bis 2017 in großen Teilen von der Stiftung Aktion Mensch gefördert wurde, war zunächst unklar, wie es im Schuljahr 2018/2019 weiter gehen soll. Geschäftsführer Dieter Wolfer fürchtete zuletzt um den Verlust eines Schuljahres, weil eine Anschlussförderung erst ab Anfang 2019 in Aussicht stand (DNN berichteten).

Die Straßenschule in Dresden fördert Jugendliche aus prekären Lebenssituationen auf dem Weg zu einem Schulabschluss

Die Straßenschule in Dresden fördert Jugendliche aus prekären Lebenssituationen auf dem Weg zu einem Schulabschluss.

Jetzt zeichnet sich jedoch eine Lösung ab. Die Treberhilfe soll für die Straßenschule rund 54000 Euro erhalten, um bis zum Jahresende weiterarbeiten zu können. Das Geld soll aus dem Geschäftsbereich Soziales von Bürgermeisterin Kris Kaufmann (Linke) in den Geschäftsbereich Bildung von Bürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) übertragen werden.

Wolfer ist zunächst erleichtert. „Damit ist eine Stabilisierung erreichbar.“ In diesem Jahr hätten von 15 angemeldeten Schülern, die im Projekt vorbereitet worden sind, 13 die Prüfung an einer staatlichen Schule geschafft. Für die Zeit ab 2019 müsse jedoch weiter über die Finanzierung diskutiert werden. Wolfer hofft auf eine dauerhafte ämterübergreifende Lösung.

Stadt will Wirksamkeit des Projekts prüfen

Ob es dazu kommt, ist derzeit noch offen. Bislang soll nach dem Willen der Stadtverwaltung der Jugendhilfeausschuss für 2019 über eine Förderung aus dem Budget des Jugendamtes entscheiden. Beträge werden bislang nicht genannt. Ob und in welche Weise das Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) eingebunden werden könnte, ist offen. Bislang stehen Gespräche über „die Modalitäten der Schulfremdenprüfung“ im Raum.

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Für die zweite Jahreshälfte soll die Förderung unter Vorbehalt gestellt werden. Die Stadt will die Wirkung des Projektes evaluieren lassen. Mit dem Landesjugendamt ist eine mögliche Förderung aus der Förderrichtlinie „Weiterentwicklung der Jugendhilfe“ für das Schuljahr 2019/2020 vorbesprochen, heißt es aus der Verwaltung. In den nächsten Wochen sollen sich der Sozialausschuss und der Jugendhilfeausschuss mit der Förderung befassen.

Von Ingolf Pleil

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