Stadtentwicklung

Hier wächst eine grüne Oase für Dresden

Ein „grünes Gewandhaus“ soll auf dem Neumarkt für Schatten sorgen.

Ein „grünes Gewandhaus“ soll auf dem Neumarkt für Schatten sorgen.

Dresden. In diesen Tagen wäre es eine Wohltat: wenigstens ein paar Bäume, die auf dem Neumarkt Schatten spenden und vielleicht auf für etwas Frische sorgen. Mit dem geplanten „grünen Gewandhaus“ ist Hoffnung in Sicht. Im Herbst sollen die Bäume gepflanzt werden. Wenn sie in Dresden eintreffen, haben sie schon eine ganze Menge hinter sich.

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28 Platanen sollen auf dem Neumarkt die Umrisse des alten Gewandhauses symbolisieren, dass 1791 wegen Baufälligkeit abgerissen worden war. Unter den Bäumen sollen in Reihen verlegte Pflastersteine verschiedenen Ursprungs an Stoffbahnen erinnern. Für Passanten bieten Bänke und ein Trinkbrunnen Gelegenheit zur Entspannung. Insgesamt 1,1 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Bis zu 120000 Euro davon stammen aus Spenden. So hat der „Dresden Trust“ bereits 30000 Euro übergeben.

In der Baumschule Bruns Pflanzen-Export GmbH (Bad Zwischenahn) werden die Bäume seit Jahren auf ihren Einsatz in Dresden vorbereitet. Das Unternehmen mit heute etwa 300 Mitarbeitern gilt als eine der größten Baumschulen in Europa. Die Geschichte des Familienbetriebs reicht bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück.

Die Platanen für Dresden sind bereits etwa 20 Jahre alt. Seit etwa 15 Jahren wachsen sie bei Bruns auf. „In dieser Zeit sind sie bereits fünfmal verpflanzt worden“, erläutert Magnus Brietzke vom Unternehmen auf Anfrage. Die Bäume sind etwa zehn bis elf Meter hoch, haben einen Stammumfang von 45 bis 50 Zentimeter und eine Kronenbreite von 2,50 Meter. Sie werden „kandelaberförmig“ genannt, weil durch das Verschneiden an den Ast-Enden Verdickungen entstehen.

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Kurz vor ihrer Abreise nach Dresden werden sie ihre abschließende Form erhalten. Nach dem Aufstellen auf dem Neumarkt müssen sie jedes Jahr einmal verschnitten werden. „Sonst würden sie aus ihrem gezogenen Charakter wieder herauswachsen“, erläutert Brietzke.

Von Ingolf Pleil

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