Nötigung

Hat Rapper „Nash“ von der KMN-Gang einen Zeugen eingeschüchtert?

Es wird einen weiteren Gerichtstermin geben. Gegen den nicht erschienenen Zeugen wurde Haftbefehl erlassen.

Es wird einen weiteren Gerichtstermin geben. Gegen den nicht erschienenen Zeugen wurde Haftbefehl erlassen.

Dresden. Seit November 2017 müssen sich Ali R., besser bekannt als Rapper „Nash“ von der KMN-Gang, und Edgar B. gemeinsam mit anderen Angeklagten wegen Drogenhandels, Körperverletzung und weiterer Delikten vor dem Landgericht verantworten. Die Bande soll im großen Stil mit Drogen gehandelt, aber auch hingelangt haben, wenn irgendwer die Geschäfte störte. Im April soll übrigens plädiert werden.

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Ali R. und Edgar B. hatten am Montag noch einen Auftritt im Amtsgericht. Die beiden sollen einen Zeugen eingeschüchtert haben, der in einem Prozess gegen Alis Bruder Ammar R. aussagen sollte. Laut Anklage haben sie ihm einen Besuch abgestattet und erklärt, „dass es seiner Gesundheit sehr zuträglich wäre, wenn er auf seine Aussage verzichten würde.“

Das Bedrohungsopfer erschien nicht

Der junge Mann war tatsächlich so eingeschüchtert und verängstigt, dass er zu zwei Verhandlungsterminen nicht erschien und dann von der Polizei vorgeführt werden musste. Vor Gericht sagte er dann aber aus und belastete Ammar R., der am Ende zu fünfeinhalb Jahren verurteilt wurde.

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Brüderchen Ali R. und Edgar B. amüsierten sich am Montag zwar wie Bolle, wollten sich zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft aber nicht äußern, so ist das Gericht zwingend auf Zeugenaussagen angewiesen – und da wird es kompliziert.

Die Verhandlung war bereits der zweite Anlauf, die Sache zu klären. Zum ersten Termin im Januar waren weder die Angeklagten noch der Zeuge erschienen. Das Duo wurde nun von der Polizei gebracht, das Bedrohungsopfer war allerdings nicht auffindbar. Kann man ein bisschen verstehen - zimperlich scheinen die Brüder R. nicht zu sein. Es wird einen weiteren Termin geben. Gegen den nicht erschienenen Zeugen wurde Haftbefehl erlassen.

Von Monika Löffler

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