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Bäder in der Stadt

Haben die Dresdner zu wenig Platz zum Schwimmen?

Dresden hat nach der bundesweit geltenden Bäderbaurichtlinie zu wenig Wasserfläche pro Einwohner.

Dresden hat nach der bundesweit geltenden Bäderbaurichtlinie zu wenig Wasserfläche pro Einwohner.

Dresden.Die Grünen im Stadtrat haben auf einen Mangel an Schwimmflächen in Dresden hingewiesen. „Laut der bundesweit geltenden Bäderbaurichtlinie liegt der Bedarf in deutschen Großstädten bei 0,1 Quadratmeter Wasserfläche pro Einwohner. Das würde aktuell 56.000 Quadratmeter Wasserfläche in Schwimmhallen für Dresden bedeuten. Mit rund 40.000 Quadratmeter liegen wir weit darunter“, rechnete Torsten Schulze vor, sportpolitischer Sprecher der Fraktion.

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Die Verwaltung habe im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) den Neubau einer Schwimmhalle in Klotzsche als Vorzugsvariante präsentiert. Dieser Plan würde aber für die Stadt keine neue Wasserfläche bringen, da es sich um einen Ersatzbau für die Schwimmhalle im Flugzeugwerftgelände handele, erklärte Schulze.

Gesundheitsbad ist nicht gleich Schwimmbad

"Ein Ausspielen des Ersatzneubaus in Klotzsche gegen eine Schwimmhalle für die Stadtteile Pieschen/Neustadt geht am städtischen Bedarf und an der aktuellen Situation in der Stadt komplett vorbei. Pieschen und Neustadt gehören zu den bevölkerungsreichsten Stadtteilen. Wer hier schwimmen gehen will muss dafür weite Fahrwege in Kauf nehmen", erklärte der Grünen-Stadtrat zu den Vorwürfen der Linken, die Grünen würden im Verbund mit CDU und SPD den Neubau in Klotzsche in Frage stellen.

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Schwarz-Rot-Grün hatte einen Schwimmhallenstandort an der Harkortstraße ins Insek gestimmt und damit die Linken erzürnt, die eine Konkurrenzsituation zum nahen Sachsenbad sehen, das durch einen Investor wiederbelebt werden soll. "Eine Konkurrenz zum Sachsenbad ist irrelevant, da sich die Angebote im Sachsenbad als ein Gesundheitsbad und in einer Schwimmhalle mit Schwimmsport und öffentlichem Schwimmen deutlich voneinander unterscheiden werden", sagte Schulze.

Kritik an den Linken kam auch von der CDU. Anliegen des Ergänzungsantrages sei es gewesen, eine Vorentscheidung im Insek für einen bestimmten Standort zu treffen, erklärte Silvana Wendt, Stadträtin für den Dresdner Norden. „Eine endgültige Entscheidung werden wir im Zusammenhang des Beschlusses zur Bäderkonzeption treffen. Wir, die CDU im Dresdner Norden und ich persönlich, werden uns auch weiterhin intensiv für einen Ersatzneubau in Klotzsche einsetzen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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