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Eilantrag

Grünen wollen Verschütten des Heidetunnels Klotzsche verhindern

Um den kleinen Tunnel im Hintergrund geht es. Ihn wollen Ulrike Caspary und viele Klotzscher erhalten.

Um den kleinen Tunnel im Hintergrund geht es. Ihn wollen Ulrike Caspary und viele Klotzscher erhalten.

Dresden.Per Eilantrag wird sich der Stadtrat mit den Heidetunnel Klotzsche beschäftigen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Durchlass im Bahndamm, der 1901 für eine Feldbahn durch den Bahndamm gestochen wurde. Schon wenige Jahre später stellte die kleine Bahn, die Klotzsche mit Kies aus dem nahen Steinbruch in der Heide versorgte, den Betrieb ein. Die Klotzscher nutzten den Tunnel daraufhin als Teil des örtlichen Wegenetzes – seit mehr als 100 Jahren. Jetzt soll damit Schluss sein.

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Denn die Deutsche Bahn hat vier Tunnel im Bahndamm bei Klotzsche untersuchen lassen. Alle vier seien baufällig, wenn auch nicht dringend, so das Ergebnis. Ein Tunnel wurde bereits saniert, weil das der Staatsbetrieb Sachsenforst gewünscht hatte. Der von Radlern und Fußgängern rege genutzte Tunnel soll hingegen zugeschüttet werden. So will sich die Bahn 3,2 Millionen Euro Sanierungskosten sparen, die andernfalls fällig werden.

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Gegen diese Pläne regte sich bereits im vergangenen Jahr Widerstand. Einwände des Ortsbeirats Klotzsche wischte der Bauausschuss jedoch beiseite. Mehrere Anfragen an die Stadt und auch an OB Dirk Hilbert (FDP) blieben ohne Reaktion, wie Stadtbezirksbeirat Jens Müller (Grüne) sagt. Daraufhin hängte er Zettel an die Tunnelwand – und fand zahlreiche Unterstützer im Kampf für den Erhalt.

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Die fahren mehrgleisig. So gibt es eine Petition mit mehr als 140 Unterstützerunterschriften. Und den Eilantrag, den die Grünen eingereicht haben. "Wir haben gehört, dass die Bahn erste Aufträge vergibt und der Tunnel in wenigen Monaten Geschichte sein könnte – deshalb die Eile", begründet Stadträtin Ulrike Caspary.

Nun muss der Stadtrat am 11. April darüber befinden, ob OB Hilbert den Verfüllungsplänen Einhalt gebieten soll. Außerdem soll der Weg durch den Tunnel öffentlich gewidmet werden – das ist er nämlich trotz seines hohen Alters nicht. Der Erhalt des Tunnels sei dringend erforderlich, weil zum Tunnel die Alternative fehle. Die nahe Unterführung der Langebrücker Straße sei mangels Gehweg, geschweige denn Radweg viel zu gefährlich.

Von Uwe Hofmann

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