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Feuerwehr hilft beim Gießen

Großlöschtankwagen bewässern Jungbäume im Stadtgebiet

Feuerwehr rettet bäume : Holger Petzold (mit Schlauch) und Jörg Christoph gießen auf jeden baum ca. 100-150 l Wasser

Feuerwehr rettet bäume : Holger Petzold (mit Schlauch) und Jörg Christoph gießen auf jeden baum ca. 100-150 l Wasser

Dresden.Normalerweise werden sie bei Bränden in unwegsamem Gelände eingesetzt. Doch aufgrund der anhaltende Trockenheit haben zwei Großlöschtankfahrzeuge der Dresdner Feuerwehr derzeit eine Mission der etwas anderen Art zu erfüllen: Die großen Wagen fahren durchs Stadtgebiet – und gießen Jungbäume. Insgesamt 1255 junge Pflanzen in den Bereichen Blasewitz, Altstadt und Leuben versorgen die Kameraden seit Ende Juli regelmäßig mit Wasser, teilt die Stadt Dresden mit.

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Montags bis sonnabends, von 7.30 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr, sind jeweils zwei Einsatzkräfte in den Fahrzeugen unterwegs. Täglich können so zwischen 160 und 180 Bäume versorgt werden – immerhin fasst der Tank der Fahrzeuge jeweils 5000 Liter Wasser.

Weil sich eine Vielzahl der Bäume auf dem Mittelstreifen und im unmittelbaren Nahbereich stark befahrener Straßen befinden, stellen die Löschfahrzeuge bei ihrer Arbeit ein Verkehrshindernis dar. Die Feuerwehr bittet daher die Verkehrsteilnehmer um verstärkte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.

Aktuell bewässern lediglich Kräfte der Berufsfeuerwehr die Jungbäume. Für die kommende Woche ist der Einsatz von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr geplant. „Die freiwilligen Kräfte werden in den Abendstunden in ihrem Ausrückebereich unterwegs sein und dort Jungbäume vor dem Vertrocknen bewahren. Ihre Bereitschaft dazu haben die Stadtteilfeuerwehren Weißig, Bühlau, Gorbitz, Pillnitz, Langebrück, Weixdorf und Lockwitz erklärt“, sagt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel.

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Falls die Großlöschtankwagen im Brandfall doch gebraucht werden sollten, würden sie durch die Regionalleitstelle Dresden von der Bewässerung abgezogen. Doch in den kommenden Wochen sind die Hilfsfahrzeuge der Feuerwehr im Stadtgebiet weiterhin gern gesehen. Schließlich soll es in Dresden weitestgehend trocken bleiben. „Die extrem lang anhaltende Trockenheit ist eine schleichendere Notlage als Hochwasser oder Brände, doch ihre Folgen sind ebenfalls fatal“, sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Die Grünen-Politikerin lobt den Einsatz der Feuerwehrkameraden und ergänzt: „Auch die Anzahl der privaten Initiativen zur Wässerung der Dresdner Stadtbäume steigt immer weiter, um unsere Stadtbäume vor der Dürre zu schützen.“

Von Junes Semmoudi

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